Neuer Real-Coach Remon nimmt Spieler in Schutz: "Sie leiden nach der heftigen Kritik"
- Neo-Trainer befürchtet für erstes Match Schlimmes
- Beckham-"Tipp" für Fans: "Sie sollten sich entspannen"
·Real als "Meister
des ruhenden Balles"
Spanien: Sieg vs. Cadiz dank zweier Freistoßtore
Mariano Garcia Remon, vormaliger Co-Trainer und Nachfolger des am Montag als Real-Madrid-Coach zurückgetretenen Jose Antonio Camacho, hat nach seiner ersten Trainingseinheit mit dem Star-Ensemble die Spieler in Schutz genommen. "Sie sind normale Menschen und leiden nach der heftigen Kritik. Das hat nichts damit zu tun, wie viel sie verdienen oder schon gewonnen haben", beschrieb der ehemalige Real-Tormann die mentale Verfassung im Team. Und Superstar David Beckham hat einen "guten Rat" für die Fans parat: "Wir haben erst ein Champions-League-Match gespielt. Die Leute sollten sich ein wenig entspannen."
Nachdem das Training von Pfiffen und Beschimpfungen der etwa 50 anwesenden Fans begleitet worden war, äußerte sich Remon auf der anschließenden Pressekonferenz im Hinblick auf das Heimspiel gegen Osasuna am Dienstag (22:00 MESZ) besorgt: "Ich befürchte, dass es viel Ablehnung geben wird, was ein sehr schlechtes Zeichen wäre". In den kommenden Tagen möchte der bisherige Camacho-Assistent "das Vertrauen der Mannschaft erarbeiten". "Ich bin kein Zauberer. Die Spieler sind die Künstler in dieser Show", meinte Remon.
Auch Mannschafts-Kapitän David Beckham hat sich nach dem Camacho-Rücktritt zu Wort gemeldet und die Vorwürfe, die Mannschaft hätte den Trainer "hinausgemobbt", zurückgewiesen. "Wir tragen keine Verantwortung. Es war allein seine Entscheidung, zu gehen", verlautbarte der englische Team-Kapitän und fügte hinzu: "Das Verhältnis zwischen der Mannschaft und Camacho war sehr gut und ich bin sicher, dass kein Spieler ein Problem mit dem Trainer hatte." Zum schwachen Saisonstart meinte "Becks": "Wir sind in der Lage, einen Fußball zu spielen, wie er noch nie zuvor gesehen wurde. Wir haben bisher erst ein Champions League-Match gespielt. Die Leute sollten sich ein wenig entspannen."
(apa/red)
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