Hick-Hack in Kaiserslautern: Jara im Clinch mit den Fans der "Roten Teuel"!
- Trainer hat das ständige Nörgeln der Fans satt
- 18-Jähriger erliegt Herzattacke bei Elferschießen!
·Stuttgart bleibt an Wolfsburg dran!
Stranzls Schwaben siegen in Bielefeld mit 2:0
·Tabelle: Deutsche Bundesliga 2011/12
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und Ergebnisse der Runde
Schock am Betzenberg: Trainer Kurt Jara drohte mit seinem Rücktritt! Grund dafür war nicht nur das knappe Ausscheiden im DFB-Cup gegen Schalke 04 - auch die eigenen Fans sind dem Tiroler ein Dorn im Auge: "Was ich absolut nicht verstehe, sind die Pfiffe bei jeder meiner Auswechslungen, mit denen ich das Match erst umgedreht habe. Ich weiß nicht, wie lange ich mir das noch anhöre", meinte er. Trotz seiner Frustration schloss der 53-jährige einen Tag danach einen vorzeitigen Rücktritt seinerseits wieder aus.
Die Fans quittierten jede Auswechslungsentscheidung des FCK-Trainers vor dem unglücklichen Aus im Elfmeterschießen mit lautstarken Unmutsbekundungen. "Ich bin stinksauer", schimpfte der gebürtige Tiroler,"Buhrufe, Pfiffe von den Fans. Es geht die ganze Zeit gegen mich. Das, was hier abgeht, kann ich nicht mehr akzeptieren."
Präsident René C. Jäggi wurde bei der Pressekonferenz von den Unmutsäußerungen seines Trainers überrascht . Der Schweizer hat aber Verständnis für Jara: "Es ist wirklich unglaublich. Alles was er macht, wird kritisiert, jetzt spielen neun Deutsche, und nun ist scheinbar er dran." Jäggi will den Tiroler mit allen Mitteln in Kaiserslautern halten. Die Fans scheinen aber an einer Verpflichtung von Klub-Legende Klaus Toppmöller interessiert zu sein, der derzeit mit Hamburg alles andere als rosige Zeiten erlebt.
Auch die Mannschaft steht hinter ihrem Trainer und drückte ihr Unverständnis über die anhaltende Antipathie unter den Fans gegenüber Jara aus. " So behandelt man den eigenen Trainer nicht", betonte Kapitän Timo Wenzel.
Austro-Klubs ziehen in dritte Runde ein
In den neun Mittwoch-Spielen der zweiten Runde des deutschen Cups sind neben dem 1. FC Kaiserslautern mit Hertha BSC und Bayer Leverkusen zwei weitere Erstligisten ausgeschieden. Die Österreicher-Klubs VfB Stuttgart (Martin Stranzl), Hannover 96 (Roman Wallner) und Eintracht Frankfurt (Markus Weissenberger, Stefan Lexa) zogen hingegen in die dritte Runde ein. Lediglich der wegen eines Kreuzbandrisses zum Zusehen verurteilte Mario Sieglmair erlebte das Scheitern seines Teams Unterhaching.
Werder wirft Leverkusen raus
Im Schlager der Runde feierte der regierende deutsche Meister und Pokalsieger Werder Bremen einen 3:2 (1:1)-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen. Überragender Spieler des Abends war Bremen-Stürmer Nelson Valdez, der die Hanseaten mit einem Doppelpack (55.,58.) auf die Siegerstraße brachte. Der Leverkusener Marco Babic hatte zuvor (17.) die frühe Führung der Gastgeber durch Johan Micoud (5.) ausgeglichen.
Die größte Überraschung lieferte der Regionalligist Eintracht Braunschweig, der die in der Bundesliga bisher sieglosen Profis von Hertha BSC mit 3:2 bezwang. Braunschweig hatte schon im Vorjahr durch Siege gegen Kaiserslautern und Hannover für Cup-Sensationen gesorgt. Auch den Finalisten der Vorsaison, Alemannia Aachen, erwischte es mit mit einer 1:2 (0:1)-Pleite bei den Amateuren von Bayern München.
Stuttgart ohne Probleme gegen Oberhausen
Die österreichischen Deutschland-Legionäre verzeichneten einen erfolgreichen Pokal-Abend. Martin Stranzl kam mit dem VfB Stuttgart zu einem ungefährdeten 2:0-Auswärtserfolg über den Zweitligisten RW Oberhausen und spielte dabei 90 Minuten durch. Hannover 96-Stürmer Roman Wallner wurde in Cottbus in der 113. Minute eingewechselt und durfte einen 5:4-Sieg nach Elfmeter-Krimi (2:2,2:2,1:0) bejubeln. Nicht minder spannend ging es in Fürth zu, wo sich Eintracht Frankfurt mit dem überragenden Thomas Weissenberger beim Zweitliga-Spitzenreiter erst in der Verlängerung mit 4:2 (2:2,1:1) durchsetzte. Stefan Lexa kam bei Frankfurt nicht zum Einsatz.
Überschattet wurde der Cup-Spieltag vom tragischen Tod eines Kölner Fans bei der 2:4 (3:3,3:3,1:2) Niederlage der "Geißböcke" nach Elfmeterschießen gegen Rostock. Der 18-Jährige hatte offenbar eine Herzattacke erlitten. (apa/red)
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