Montag, 20. September 2004

Nach Wahlen in Vorarlberg: Elke Sader soll Führung der SP-Fraktion übernehmen

  • Große Zufriedenheit: "Alle gesteckten Wahlziele erreicht"

Die Vorarlberger SPÖ-Landesparteivorsitzende Elke Sader soll nun auch die Landtagsfraktion der Sozialdemokraten führen. Das hat der Landesparteivorstand am Montagabend einstimmig empfohlen. Wie die SPÖ nach der Sitzung des Landesparteivorstands bekannt gab, wird die Bestellung Saders am 29. September bei der konstituierenden Klubsitzung erfolgen.

Der bisherige Klubobmann Günther Keckeis hatte nach 30 Jahren im Landesparlament auf eine neuerliche Kandidatur bei der Landtagswahl verzichtet. Keckeis wird Ende des Monats 65 Jahre alt.

Als SPÖ-Schwerpunkte in den kommenden Jahren wurden die Gesundheits- und Sozialpolitik festgelegt. Großen Zuspruch bei der Bevölkerung habe bereits die Sader-Initiative "Kindergesundheit stärken" mit mehr als 2.000 Unterstützungserklärungen innerhalb weniger Wochen oder etwa der Vorschlag nach Schaffung einer Clearingstelle für Sozialleistungen gefunden. "In den nächsten fünf Jahren geht es darum, Vorarlberg als sozial- und gesundheitspolitisches Vorbild-Land zu positionieren", sagte die praktizierende Gynäkologin Sader.

Große Zufriedenheit herrschte bei der SPÖ Vorarlberg über den Zugewinn von rund vier Prozentpunkten und das Zurückerobern des zweiten Platzes auch am Tag nach der Wahl. "Wir haben alle gesteckten Wahlziele erreicht", freute sich die designierte Klubobfrau Sader. Der Wahlsonntag habe klar gezeigt, dass sich die Vorarlberger eine stärkere Vertretung durch die SPÖ wünschten. In der Wahlanalyse strich Sader das "außergewöhnliche Engagement" des gesamten Teams hervor. Als Erfolgsfaktor habe sich auch der glaubwürdig Themenmix herauskristallisiert. Die SPÖ habe im Wahlkampf vermitteln können, dass sie die Probleme der Menschen ernst nehme und deren Interessen vertrete.

(apa/red)

20.9.2004 10:43