Gnaden-Gesuch an Blair: Bruder der britischen Geisel mit verzweifeltem Hilferuf
- "Ich bin sicher, dass mein Bruder noch am Leben ist"
- Premier soll ein Fax an TV-Sender Al Jazeera senden
·"Tony Blair, ich brauche Ihre Hilfe!"
Video zeigt entführten Briten Kenneth Bighley
·Unterstützung für Blair am Parteitag
Schlappe für Irak-Politik des Premierministers
·Italienische Geiseln
sind noch am Leben!
Jordanischer König hofft:
"Arbeiten für Freilassung"
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Bundesasylamt schließt Aufnahme nicht aus
Der Bruder des im Irak entführten Briten Ken Bigley hat den britischen Premierminister Tony Blair aufgefordert, die Entführer in einem Fax an den arabischen Fernsehsender Al Jazeera um Gnade zu bitten. "Senden Sie eine Botschaft an Al Jazeera", sagte Paul Bigley Fernsehinterview. "Sie müssen nicht mit Verbrechern verhandeln, das habe ich nie verlangt." Ein einziges Schreiben reiche möglicherweise, um das Leben seines Bruders zu retten, sagte der in Amsterdam lebende Paul Bigley.
"Ich bin sicher, dass mein Bruder noch am Leben ist", wiederholte er, bestritt jedoch Berichte, er stehe in E-Mail-Kontakt mit den Entführern: "Ich bin nicht in direktem Kontakt mit diesen Leuten." In einer Zuschaltung zum Labour-Parteitag nach Brighton hatte er Blair am Sonntagabend vorgeworfen, mit seinem Schweigen das "Todesurteil" über Ken Bigley zu fällen.
Ken Bigley war vor zehn Tagen zusammen mit zwei amerikanischen Bauingenieuren in Bagdad entführt worden. Die von dem Jordanier Abu Musab al-Zarqawi angeführte Terrorgruppe enthauptete die beiden Amerikaner und drohte damit, Bigley ebenfalls zu ermorden. Die Gruppe stellte ein Video ins Internet, in dem Bigley Blair anfleht, die Forderung der Geiselnehmer zu erfüllen und weibliche Gefangene im Irak freizulassen. (apa/red)
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