UNO-Sonderbeauftragter für Kosovo gesucht: Petritsch soll Chancen haben
- Auch Kinkel, Cook und Holbrooke im Gespräch
Der derzeitige österreichische UNO-Botschafter in Genf, Wolfgang Petritsch, soll einer der Kandidaten für den Posten des Kosovo-Sonderbeauftragten der UNO sein. Unter dessen Leitung sollen ab Mitte 2005 die Verhandlungen zwischen Belgrad und Pristina über den Status der Provinz stattfinden. Das berichtete die in Pristina erscheinende Tageszeitung "Koha ditore".
Als weitere Kandidaten für das Amt werden von dem Blatt außerdem der ehemalige deutsche Außenminister Klaus Kinkel, sein britischer Kollege Robin Cook, aber auch der frühere US-Beauftragte für den Balkan, Richard Holbrooke, genannt.
Die Einigung über eine baldige Bestellung eines UNO- Sonderbeauftragten für das Kosovo sei laut dem Blatt vergangene Woche bei einem Treffen des Leiters der UNO-Mission im Kosovo, Soren Jessen-Petersen, mit UNO-Generalsekretär Annan und Vertretern der Kontaktgruppe in New York erzielt worden. Der Gruppe gehören die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien an.
Petritsch war bis zum Beginn des NATO-Krieges gegen Jugoslawien im März 1999 Kosovo-Sondervermittler der EU. Im Februar 1999 trat er als einer von drei internationalen Vermittlern bei den Kosovo- Verhandlungen in der französischen Kleinstadt Rambouillet bei Paris auf.
(apa)
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