Samstag, 25. September 2004

Wildwestszenen in Salzburg: Amok-Raser lieferte sich Verfolgungsjagd mit Polizei

  • Porsche-Fahrer ignorierte Straßensperren und Schüsse
  • Polizei abgehängt, erst im Laufe des Tages erwischt

Wildwestszenen spielten sich in der Stadt Salzburg am Samstag ab: Ein Porschefahrer lieferte sich zwischen 5.00 und 6.00 Uhr mit der Polizei eine gefährliche Verfolgungsjagd. Mehrere Straßensperren und Warnschüsse konnten den Mann, einen 32- jährigen Angestellten aus Wals, nicht stoppen.

Aufmerksam waren die Sicherheitswachebeamten auf den Porschelenker schon gegen 2.15 Uhr im Stadtteil Maxglan geworden. Sie wollten das Auto mit deutschem Kennzeichen anhalten. Doch der Lenker missachtete die Aufforderung und flüchtete. Im Zuge einer Fahndung fanden die Beamten den Porsche in der Altstadt abgestellt.

Um 5.18 Uhr beobachteten die Beamten, dass das Auto wieder gestartet wurde. Bevor der Lenker wegfahren konnte, versuchten die Polizisten, ihn anzuhalten. Der Mann fuhr aber davon und durchbrach in der Müllner Hauptstraße eine erste Straßensperre. Der 32-jährige ignorierte auch einen Warnschuss des Beamten. Unter Missachtung vieler Verkehrszeichen - auf Rot gestellte Ampeln und mehrere Straßensperren - raste der Mann mit bis zu 170 Stundenkilometern über den Stadtteil Itzling in Richtung Anthering. Dort wendete er und fuhr wieder nach Salzburg.

Bei einer in Itzling errichteten Straßensperre raste der rabiate Lenker auf einen Polizeibeamten los. Dieser konnte sich nur mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Ein weiterer Polizist, auf den der Porschefahrer ebenfalls zufuhr, gab Schüsse auf die Reifen des Wagens ab. Danach kam es fast zu einer Kollision mit einem Streifenwagen. Auf Grund der motorischen Überlegenheit des Porsche gelang dem Lenker schließlich, die Streifenwagen abzuhängen.

Im Laufe des Samstagvormittag konnte der Porsche nach einer Suche mit Hubschrauber im Stadtteil Sam ausgeforscht werden. Das Fahrzeug war beschädigt, vom Lenker fehlte jede Spur. Der Lenker wurde am Samstagvormittag in Straßwalchen ausgeforscht. Ein Atemlufttest lässt auf eine Alkoholisierung zum Zeitpunkt der Verfolgungsjagd schließen. Außerdem hat der Mann seit 1999 keinen Führerschein mehr.

(apa)

25.9.2004 19:08