Sozio-ökonomische Partei mit Grasser und Westenthaler? Stronach könnte finanzieren
- NEWS: Ex-FP-Größen wollen bei nächster Wahl antreten
- Ziel: Koalition mit der Volkspartei unter Schüssel
Dass die FPÖ selbst in ihrem einstigen Vorzeigeland Vorarlberg mehr als halbiert wurde, lässt ehemalige FP-Größen wieder hoffen. Nicht etwa aus reiner Schadenfreude, nein, Ex-FP-Klubchef Peter Westenthaler hat vielmehr große Pläne. NEWS berichtete bereits von Westenthalers Plan, bis zur nächsten Wahl mit einer neuen Partei zu starten, um frustrierte FP-Wähler zu ködern. Finanzminister Karl-Heinz Grasser - der offiziell freilich dementieren muss - hat sich ebenfalls bereits für diese Idee erwärmen lassen.
Einzig Ex-FP-Chefin Susanne Riess-Passer will sich derzeit noch nicht zu einem Comeback in die Politik überreden lassen. Im Unterschied zu ihrem Nachfolger Mathias Reichhold, den es ebenso wie Westenthaler aus dem Magna-Reich zurück in die Niederungen der heimischen Politik zieht.
Als Financier könnte niemand Geringerer als Magna-Gründer Frank Stronach himself zur Verfügung stehen. Einziges Hindernis einer Stronach-Unterstützung: Der Austrokanadier will keine "neoliberale, sondern eine sozio-ökonomische Partei" sponsern. Für Westenthaler und Co kein Problem.
Mit Stronach, der dieser Tage wieder für einige Zeit nach Österreich kommen wird, wollen seine Mitarbeiter Westenthaler und Reichhold nun in den nächsten Wochen über ihr Projekt verhandeln.
Nichtwähler und frühere "Blaue" als Potenzial
Ihr Konzept ist einfach: Weil es immer mehr Nichtwähler gibt, die mit den konventionellen Parteien offenbar unzufrieden sind, wollen die "Ehemaligen" eine "neue Bewegung abseits der klassischen Parteipolitik" gründen.
Die Bewegung, an der Grasser als "Unabhängiger" an der Front stehen soll, soll mit markigen Sprüchen - "Wer, wenn nicht wir" und "die Unabhängigen" -, die an die besten Jahre Jörg Haiders erinnern, ins Rennen ziehen.
Das Kalkül der Truppe: möglichst viele frustrierte FP-Wähler gewinnen, im Nichtwählerlager fischen und auch ehemalige LiF-Wähler ködern. Um dann eine Koalition mit Schüssel zu bilden.
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