Dienstag, 21. September 2004

Regierung startet Hilfe für Lehrlinge: 800 zusätzliche Ausbildungsplätze beim Bund

  • 2005 soll laut Schüssel höchster Stand erreicht werden
  • Bundeskanzler: Bund will "nachhaltigen Beitrag" leisten

Der Bund und ausgegliederte Einrichtungen des Bundes werden 800 zusätzliche Ausbildungsplätze für Lehrlinge anbieten. Das kündigte Bundeskanzler Schüssel am Dienstag an. Derzeit sind rund 200 Lehrlinge beim Bund direkt und 1.630 Personen bei ausgegliederten Einheiten in Ausbildung. Ab dem nächsten Jahr sollen es in Summe rund 2.600 sein. Dies ist laut Schüssel der höchste Stand seit zehn Jahren.

In den Ministerien direkt werden mehr als 600 neue Ausbildungsplätze geschaffen. Der Großteil entfällt auf die Ressorts Justiz, Landesverteidigung, Bildung und Landwirtschaft. Inhaltlich liegen die Schwerpunkte bei den neuen Stellen in den Bereichen Informationstechnologie und Kommunikationsberufe, Elektronik, Mechaniker und Labortechnik, Umwelttechnologien sowie Verwaltung.

Vizekanzler Gorbach unterstrich die Bedeutung der ÖBB für die Jugendausbildung. Er habe sich dafür eingesetzt, dass wieder alle Plätze besetzt werden, "auch wenn es ein bissel etwas kostet". Die ÖBB haben mit etwa 1.300 Ausbildungsplätzen im ausgegliederten Bereich schon bisher die meisten Lehrlinge beschäftigt, weitere 200 Lehrlinge gab es bisher bei den Universitäten. Insgesamt wird die Zahl der Lehrplätze in den ausgegliederten Bereichen laut Schüssel um 140 erhöht.

Schüssel betonte, der Bund wolle mit diesen zusätzlichen Plätzen einen "nachhaltigen Beitrag" leisten, den jungen Menschen Ausbildung zu geben. (apa)

21.9.2004 16:18