Scheuch weist Strache zurecht: "Niemand soll sich auf Kosten der Partei profilieren"
- Straches Kritik an Haider wegen Haltung zum EU-Beitritt der Türkei "überflüssig"
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in Koalition möglich!
FP-Vize Strache droht der ÖVP mit Koalitionsbruch
FPÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch hat den stellvertretenden Parteichef Heinz-Christian Strache in der Türkei- Frage zurechtgewiesen. Zur Drohung des Wiener-Parteichefs, ein Nein zu EU-Beitrittsverhandlungen zur Koalitionsfrage zu machen, meinte Scheuch Dienstag Vormittag, es solle sich niemand auf Kosten der Partei zu profilieren versuchen.
Besonders störte ihn sichtlich Straches Kritik an Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) wegen dessen türkei-freundlicher Haltung. Wenn ein junger Mandatar einen erfahrenen und über 20 Jahre erfolgreichen Politiker "belehren" wolle, halte er das für "überflüssig".
Der Generalsekretär zeigte zwar ein gewisses Verständnis dafür, dass sich Strache als junger Politiker positionieren wolle. Dabei sollte der Wiener Landeschef aber auch das Gesamtwohl der Partei im Auge behalten. Man soll nicht übers Ziel schießen. Die FPÖ-Position sei, dass man gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türkei sei. Die Aufnahme von Verhandlungen könne die FPÖ aber alleine nicht verhindern. Als öffentliche Abreibung für Strache will Scheuch seine Kritik übrigens nicht verstanden wissen: "Der Heinz-Christian bekommt überhaupt keine über den Schädel."
Bezüglich der freiheitlichen Schlappe bei der Vorarlberg-Wahl hat der Generalsekretär nun doch einen positiven Aspekt gefunden. Die Wählerstrom-Analyse habe gezeigt, dass gerade von den FPÖ- Sympathisanten viele zu Hause geblieben seien. Das bedeute, dass man diese Gruppe wieder zurückholen könne. In die Vorarlberger Personal- Angelegenheiten will sich die Bundes-Partei nicht einmischen. Ob es hier personelle Konsequenzen gebe, sei Sache der Landesgruppe. (apa)
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