Streit um möglichen Türkei-Beitritt: Haider trotz Kritik weiter dafür!
- Kärntner LH: Es muss doch recht sein, wenn die Türkei zu einem modernen Staat werde
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in Koalition möglich!
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Haider gegen FP: Landes- hauptmann für Beitritt
·Österreicher gegen
EU-Beitritt der Türkei
FORMAT-Umfrage: 61% dagegen, nur 21% dafür
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hat am Montag die Kritik des Wiener FPÖ-Landesparteichefs Heinz-Christian Strache an seiner Befürwortung von Verhandlungen zum EU-Beitritt der Türkei zurückgewiesen. Es sei seine Meinung und als ehrlicher Politiker wolle er diese auch aussprechen, meinte Haider zu den Äußerungen Straches.
Der stellvertretende FPÖ-Bundeschef und Wiener Landesparteivorsitzende hatte Haider daran erinnert, dass der FPÖ-Vorstandsbeschluss gegen einen Türkei-Beitritt "auch für einfache Parteimitglieder" gelte und mit einem Bruch der Koalition gedroht, sollte sich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) im Dezember im Rat der Staats- und Regierungschefs für die Aufnahme der Verhandlungen aussprechen.
Die Verhandlungen würden nach Meinung von Befürwortern des Türkei-Beitrittes rund zehn Jahre dauern, meinte Haider in einer Pressekonferenz. Werde die Türkei zu einem fundamentalistisch islamischen Staat, dann würde sie auch zu einem Sammelplatz von Terroristen. Es müsse doch recht sein, wenn die Türkei im Zuge einer Hinwendung zur EU zu einem modernen Staat würde, sagte Haider. Wenn es den ersten Terroranschlag auf Österreich gebe, dann würde wohl ein Umdenken einsetzen, meinte der Kärntner Landeshauptmann, der gleichzeitig den EU-Agrarkommissar Franz Fischler kritisierte. Jetzt beim Thema Türkei-Beitritt wolle Fischler auf die Meinung der Bevölkerung hören. Bei der europäischen Verfassung habe er dies aber abgelehnt, so Haider. (apa)
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