US-Autohersteller gehen beim Kunden-Kontakt neue Wege in Sachen Werbung
- Werbesujets bald mit direktem Konkurrent-Vergleich
- Kurios: GM verschenkt 276 Pontiacs in Talkshow
·USA: 276 Pontiac in Talkshow verschenkt
Bei Oprah Winfrey: Werbe-Aktion von General Motors
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Die US-Autohersteller nehmen Weichstellungen für den Werbeauftritt im Jahr 2005 vor. Die Aktion von Oprah Winfrey, wo sie in ihrer Sendung 276 Modelle eines neuen Pontiac unter ihren Zusehern verschenkte, ist ein Indiz für das Aufbrechen der Strukturen in der Werbung. Die Aktion kostete General Motors sieben Mio. Dollar und soll eine bessere Möglichkeit darstellen, mit Konsumenten in Kontakt zu treten.
Die Werbespendings der US-Autokonzerne betrugen vergangenes Jahr in klassischen Medien neun Mrd. Dollar. Medien-Herausgeber unternehmen jetzt immer größere Anstrengungen, den Werbekunden neue Möglichkeiten und Werbeformen anbieten zu können.
Neue Wege in der Autowerbung
Alleine für Mazda gibt es in den Oktober-Ausgaben von GQ und Vanity Fair ein 12-seitiges Advertorial mit zahlreichen Fotos unter dem Titel "emotion of motion". Zusätzlich werden Leserinnen und Leser zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Diese Ausstellung soll auch durch die USA touren. Ein weiterer Schritt in Richtung Neuland ist die Nennung der Konkurrenz und die Miteinbeziehung in eigene Werbespots. So auch eine neue Werbung von Cadillac, worin sich die Automarke mit BMW- und Mercedes-Modellen misst. Um mehr Awareness in der Zielgruppe zu erreichen, sind die Automobilhersteller jetzt bereit, mehr zu riskieren und bekannte Marken-Claims abzulegen.
Werbeoffensive von Ford
Mit einer für die Zielgruppe doch sehr extrovertierten und interaktiven Kampagne will Ford die Automarke Mercury unter dem Motto "New Doors Open" aus der Zielgruppe der 35- bis 45-Jährigen rausführen. Mehr Humor und Musik sollen die Marke in den Köpfen der Konsumenten anders positionieren, da Mercury bis dato mit einem Pensionisten-Image zu kämpfen hatte. Nach eigenen Angaben will Ford im kommenden Jahr 150 Mio. Dollar für Werbung ausgeben, das ist um 50 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr.
Toyota-News
Ende September gibt es auch Änderungen beim japanischen Konzern Toyota. Der Autohersteller gab in den USA vergangenes Jahr 757,4 Mio. Dollar für Werbung aus und rangiert dort im Ranking der meist beworbenen Marken auf Platz sechs. Der "Get the feeling"-Claim aus dem Jahr 2002 soll ersetzt werden und ein neuer auch hier die Marke neu positionieren. (pte)
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