Donnerstag, 16. September 2004

Daewoo heißt bald Chevrolet: GM will Chevy als Einsteigermodell positionieren

  • Daewoo: Markenumstieg wird keine Nachteile bringen
  • Ab Frühling 2005 kommen die Autos mit neuem Namen

Ab dem nächsten Frühling wird der koreanische Autohersteller Daewoo seine Autos in Europa unter dem Namen Chevrolet verkaufen. Beide sind Marken des amerikanischen Automobilkonzerns General Motors, zu dem auch der deutsche Hersteller Opel und das schwedische Unternehmen Saab gehören. General Motors will damit kleine und mittelgroße Autos auf den großen Märkten als günstige Einstiegsmarke positioneiern.

Die Opel-Muttergesellschaft General Motors ist mit 44,6 Prozent an dem koreanischen Unternehmen beteiligt. In Deutschland ist Daewoo in diesem Jahr die am schnellsten wachsende Automarke. In den ersten acht Monaten steigerte das Unternehmen seine Verkaufszahlen um 57 Prozent auf 10.321 Fahrzeuge und erreichte damit einen Marktanteil von 0,5 Prozent. Für das gesamte Jahr erwartet Daewoo etwa 16.000 Verkäufe. Für die nächsten Jahre wird in Deutschland ein Marktanteil von einem Prozent angestrebt, der im übrigen Europa bereits erreicht ist. Chevrolet ist nach Daewoo-Angaben in über 70 Ländern der Welt vertreten und hat im vergangenen Jahr mehr als 3,6 Millionen Autos verkauft.

Der Markenumstieg von Daewoo soll für die Kunden keine Nachteile haben. Dies betonte der aus Österreich stammende Geschäftsführer von Chevrolet Europa, Erhard Spranger. Die 1,2 Millionen in Europa verkauften Daewoos erhielten bei den bisherigen Händlern und Service-Stützpunkten die gleichen Service-Leistungen wie bisher, die bisherigen Daewoo-Händler werden in Zukunft auch Chevrolet vertreten, versicherte Spranger.

Die von der "alten" Daewoo-Nachfolgegesellschaft GM-DAT produzierten Autos sind in vielen Ländern Asiens, Nord- und Südamerikas, Afrikas und Osteuropas bereits als "Chevrolets" unterwegs. Die Umbenennung auf Chevrolet sei unter anderen deswegen erfolgt, "weil wir den Brand Chevrolet ganz kontrollieren, was bei Daewoo nicht der Fall ist", sagte Spranger. So werden heute beispielsweise noch Elektronikgeräte unter dem Namen Daewoo produziert und angeboten. (apa/red)

16.9.2004 15:16