In Taiwan wird der höchste Wolkenkratzer der Welt kommenden November eröffnet
- 508 Meter Rekord-Höhe, die schnellsten Aufzüge
- Der Taipei 101 befindet sich mitten im Erdbebengebiet

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Taipei 101, der höchste Wolkenkratzer der Welt, wird kommenden November in Taipeh eröffnet. Mit einer Höhe von 508 Metern übertrifft das neue Wahrzeichen von Taiwans Hauptstadt, die im Jahr 1998 gebauten Petronas Towers aus Kuala Lumpur, welche "nur" 452 Meter messen, schon deutlich. Ein weiterer Rekord: Taipei 101 soll die schnellsten Aufzüge der Welt bekommen.
Mit rund 1008 Metern pro Minute werden die Besucher in den 89. Stock gebracht, hinunter geht es dann schon deutlich langsamer, mit ungefähr 600 Meter pro Minute. In nur 39 Sekunden gelangt man zur Aussichtsplattform im 90. Stock. Jeder der 63 Aufzüge hat angeblich rund zwei Millionen Dollar gekostet.
Mehrzweckgebäude
Das Gebäude dient, wie die meisten anderen Hochhäuser, zu vielen Zwecken. Im Untergeschoss steht eine Tiefgarage mit 1858 Parkplätzen. In den unteren Stockwerken wurden bereits die ersten Geschäfte eröffnet. Ein bißchen weiter oben befinden sich Miet- und Kaufwohnungen.
In den oberen Stockwerken sind Büro-Räume für bis zu 12.000 Berufstätige kurz vor der Fertigstellung. Ab dem 86. Stockwerk beginnt der Restaurant-Bereich und ab dem 92 Stockwerk gibt es Penthouse-Wohnungen zu mieten oder kaufen. Eine noch bessere Aussicht kann nur noch genießen, wer das Aussichtsdeck im 101. und letzten Stockwerk betritt.
Erdbebengebiet
Doch das Riesenbauwerk birgt auch seine Gefahren, steht Taiwan doch mitten im Erdbebengebiet, und auch Taifune rasen regelmäßig über die Insel. Als Schutzmaßnahme befindet sich über dem 90. Stockwerk eine rund 700 Tonnen schwere Stahlkugel. Weiters schützen auch noch Stahlpfeile, Stahlseile und Schwingungsdämpfer den Turm vor Naturkatastrophen und Anschlägen.
Die Kosten: Viel Geld und Menschenleben
Zum Billigst-Preis erhält man ein solches Monument natürlich nicht: Mehr als vier Jahre lang arbeiteten jeden Tag 2000 Menschen an dem Projekt.
Der Bau soll rund 1, 5 Milliarden Euro gekostet haben - und auch einige Menschenleben: Im März 2002 starben zwei Arbeiter und einige Passanten, als ein Erdbeben Baukräne umwarf. (red)
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