Mittwoch, 15. September 2004

Ein Techniker aus Wien wurde entführt, geschlagen und mit dem Köpfen bedroht.

  • In NEWS erzählt er die Geschichte seines Alptraums.

Er hat Angst, möchte seinen vollen Namen nicht nennen: „Freunde von mir sitzen noch immer in Bagdad, ich will ihr Leben nicht gefährden“, sagt er, während er zärtlich seine vierjährige Tochter an sich drückt.

13 Tage saß Diplomingenieur Yassem H. (Name geändert) aus Wien in irakischer Geiselhaft: „Bewaffnete stoppten am Stadtrand von Bagdad meinen Jeep, hielten mir und meinem Cousin Kalaschnikows an den Kopf und zwangen uns, in den Kofferraum eines Mercedes zu steigen“, erzählt der 32-jährige Verkaufsleiter einer technischen Firma aus Wien-Donaustadt: „In diesem Moment dachte ich“, schildert er den Beginn eines zweiwöchigen Martyriums, „dass ich meine Tochter, meine Familie und meine Freunde in Wien nie mehr wiedersehen werde.“ Die Entführer hielten den Techniker an mehreren Orten in Bagdad gefangen; schlugen und misshandelten ihn: „Ich hatte keine Ahnung, wohin sie mich verschleppten – meine Augen waren meist verbunden, meine Hände gefesselt, an den Beinen wurden mir Ketten angelegt.“ Eine Million Dollar Lösegeld forderten die Entführer, eine utopische Summe, die die Familien der Opfer unmöglich aufbringen konnten. Tagelang wurde diskret verhandelt, auch das österreichische Außenministerium und das österreichische Hilfswerk im Irak waren eingeschaltet. Mehrmals standen die Gespräche – via Handy – mit den Geiselnehmern an der Kippe, und die Verbrecher drohten: „Dann schicken wir euch eben die Köpfe der beiden.“ Im NEWS-Interview schildert der Techniker, wie er zuletzt doch noch freikam und geschockt, aber unverletzt zurück nach Österreich reisen konnte.

Die ganze Story und das Interview lesen Sie im neuen NEWS

15.9.2004 16:21