Mittwoch, 15. September 2004

Vier neue Aufträge für die VA Tech-Tochter
VAI bringen 62 Millionen Euro

  • Auftraggeber sind Stahlproduzenten aus Brasilien, den USA, Guatemala und dem Iran

Der Voest-Alpine Industrieanlagenbau (VAI) hat vier neue Aufträge im Gesamtwert von rund 62 Mio. Euro an Land gezogen. Großaufträge an die Metallurgie-Tochter des börsennotierten Linzer Technologiekonzerns VA Tech haben Stahlproduzenten aus Brasilien, Guatemala, den USA und dem Iran vergeben.

In Brasilien wurde VAI mit der Lieferung einer Vakuumentgasungsanlage - Wert rund 29 Mio. Euro - beauftragt, teilte VA Tech in einer Presseinformation am Mittwoch mit. Auftraggeber ist der zur Arcelor-Gruppe gehörende brasilianische Stahlerzeuger Companhia Siderurgica, der schon im Frühjahr 2004 einen Hochofen-Auftrag über rund 120 Mio. Euro an VAI vergab.

VAI Fuchs, eine VAI-Tocher mit Standorten in Deutschland und Mexiko, erhielt insgesamt drei neue Aufträge für Elektrolichtbogenöfen im Gesamtwert von rund 33 Mio. Euro, gab VA Tech weiter bekannt. Auftraggeber sind Stahlfirmen aus den USA, Guatemala und dem Iran.

Auftragswert in Rekordhöhe
Der Auftragseingang der VAI übertraf im ersten Halbjahr 2004 - dank des anhaltenden weltweiten Wachstumstrends in der Stahlproduktion - mit 907 Mio. Euro den Vorjahreswert um 64 Prozent. Der Auftragsstand stieg damit um 43 Prozent auf den neuen Rekordwert von 1,518 Mrd. Euro. Der Umsatz erhöhte sich im selben Zeitraum um 26 Prozent auf 532 Mio. Euro.

Auf Europa entfielen von den Auftragseingängen der ersten sechs Monate 48 Prozent (darin enthalten 17 Prozent GUS), auf Asien 35 Prozent (darin enthalten 28 Prozent China). In China, wo die Stahlkonjunktur derzeit besonders boomt, hat sich das Auftragsvolumen im Halbjahr mit 249 (nach 79) Mio. Euro mehr als verdreifacht. Weitere interessante Märkte für VAI sind der VA Tech zufolge Brasilien und die Golfstaaten, vor allem Saudi Arabien.
(apa)

15.9.2004 10:07