Dienstag, 14. September 2004

Milch & Schweine: Österreichs Bauern verdienten 2003 um vier Prozent weniger

  • Erträge und Aufwendungen leicht gesunken, Förderungen marginal gestiegen

Österreichs Bauern haben 2003 um vier Prozent weniger verdient als im Jahr zuvor. Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft betrugen im Bundesmittel 18.513 Euro je Betrieb, Bergbauern mussten ein Minus von sieben Prozent auf 17.171 Euro verkraften. Hauptursachen für den Rückgang waren Einkommenseinbußen bei Schweinen und Milch, so Landwirtschaftsminister Josef Pröll (ÖVP) am Dienstag.

Die Erträge sanken im Bundesmittel mit 65.201 Euro je Betrieb um 2,7 Prozent, die Aufwände mit 46.688 Euro um zwei Prozent unter das Niveau von 2002. Erhöht wurden hingegen die öffentlichen Mittel für den Agrarsektor - sie stiegen marginal um 0,6 Prozent je Betrieb, so das Ministerium. Entsprechend dem EU-Finanzrahmen werden in Österreich für die Dauer der Legislaturperiode (bis 2006) drei Milliarden Euro bereitgestellt. Das ist rund die Hälfte dessen, was die Land- und Forstwirtschaft 2003 investierte

Innerhalb der Betriebsformen mussten die Veredelungsbetriebe (spezialisierte Betriebe im Schweine- und Geflügelsektor) Einkommenseinbußen von durchschnittlich 16 Prozent hinnehmen, gefolgt von Betrieben mit 25 bis 50 Prozent Forstanteil mit Einbußen von durchschnittlich neun Prozent. Einen Rückgang von durchschnittlich vier Prozent gab es bei Betrieben mit über 50 Prozent Forstanteil sowie den Futterbaubetrieben. Dauerkulturbetriebe hingegen konnten eine Einkommenssteigerung von durchschnittlich 15 Prozent aufweisen. Innerhalb der Bergbauernbetriebe konnte jedoch die Gruppe mit dem höchsten Erschwernisgrad ein Einkommensplus von durchschnittlich sechs Prozent verzeichnen.(apa/red)

14.9.2004 15:27