Neue Störungsstatistik: Jeder Stromkunde pro Jahr 51 Minuten ohne Strom
- Österreich zählt zu den Ländern mit der geringsten Unterbrechung der Stromversorgung
Jeder österreichische Stromkunde war im Jahr 2003 im Schnitt annähernd 51,22 Minuten ohne Strom. Das sind um knapp neun Minuten mehr, als 2002, geht aus der Ausfalls- und Störungsstatistik 2003 der e-control hervor. Die Versorgungszuverlässigkeit in Österreich könne als sehr gut bewertet werden. Österreich zähle zu den Ländern mit der geringsten Stromversorgungsunterbrechung, so die e-control.
Für die Statistik wurden die Daten von 138 Netzbetreibern, die gemeinsam 100 Prozent der Stromkunden versorgen, ausgewertet. 2002 erstreckte sich die Auswertung noch auf 84 Netzbetreiber, die 84,1 Prozent der Stromkunden versorgten.
"Wir leben sowohl bei der Erzeugung als auch bei der Verteilung bereits von den Reserven der Vergangenheit. In Teilbereichen kann die österreichische Stromversorgung nur mehr mit zusätzlichen Vorkehrungen aufrechterhalten werden", so die Generalsekretärin des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Ulrike Baumgartner-Gabitzer, am Montag in einer Presseaussendung.
Vordringliche Ziel müsse es daher sein sein, mit der langfristigen Absicherung der österreichischen Stromversorgung zu beginnen. Dazu seien entsprechende Rahmenbedingungen erforderlich, für deren Schaffung es bereits "akuten Handlungsbedarf" gebe. Laut VEÖ schätzen Experten der E-Wirtschaft, dass bis 2010 ein zusätzlicher Kapazitätsbedarf von rund 3.000 MW besteht.
Weiters fordert der VEÖ Strompreise und Netztarife, die noch der wirtschaftlichen Realität entsprechen. "Eine so hochwertige und sichere Stromversorgung wie die österreichische kann nicht einfach beliebig billiger werden", so die VEÖ-Generalsekretärin.
(apa)
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