Österreichs Exporte profitieren vom Wirtschaftswachstum in USA und Asien
- Halbjahreszuwachs von 11,1 Prozent im Außenhandel
- Infrastruktur und Energie- und Umwelttechnik stark
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Leitl fordert flexiblere
40-Stunden-Woche
Die österreichische Exportwirtschaft hat im ersten Halbjahr überdurchschnittlich stark von den starken deutschen Exporten und vom Wachstum in den USA und in Asien profitiert. Mit einem Halbjahreszuwachs von 11,1 Prozent im Außenhandel habe Österreich nach 2002 zum zweiten Mal die Chance auf eine positive Außenhandelsbilanz, sagte Wirtschaftskammer-Präsident Leitl am Montag.
Nach Angaben der Statistik Austria exportierte Österreich in den ersten sechs Monaten 2004 Waren im Wert von 43,0 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dagegen legten die Importe bloß um 6,3 Prozent auf 42,6 Mrd. Euro zu. Daraus ergibt sich eine positive Handelsbilanz von 0,4 Mrd. Euro, nachdem sie im ersten Halbjahr 2003 noch mit 1,4 Mrd. Euro im Minus gelegen war.
Leitl glaubt aber nicht, "dass wir die elf Prozent über die Ziellinie des Jahres bringen". So würden sich auch die Wachstumstendenzen in den USA und Asien abschwächen, was die heimische Exportwirtschaft weiter unter Druck bringen dürfte.
Gepunktet hat der österreichische Außenhandel im ersten Halbjahr vor allem durch starke Steigerungsraten in den USA und China. In die 15 EU-Staaten vor der Erweiterung stiegen die Ausfuhren um 8,9 Prozent, in die erweiterte EU-25 um 9,1 Prozent. Unter den EU-15 verzeichnete Österreich von Jänner bis Mai mit neun Prozent die dritthöchste Exportsteigerung, hinter Deutschland und Luxemburg.
Punkten konnten österreichische Betriebe vor allem im Bereich Infrastruktur, Energie- und Umwelttechnik und Nahrungsmittel, wie Leitl erläuterte. (apa)
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