Donnerstag, 16. September 2004

Nach Skandalspiel im Olympiastadion: AS Roma-Aktien an der Börse unter Druck

  • Starke Verluste nach Verletzung von Schiedsrichter Frisk
  • Klubführung rechnet mit Schäden von 20 Millionen Euro

Der Abbruch der Champions-League-Partie zwischen AS Roma und Dynamo Kiew wegen der Verletzung von Schiedsrichter Anders Frisk durch das Wurfgeschoß eines Roma-"Fans" hat sich negativ auf den Aktienkurs des Klubs an der Mailänder Börse ausgewirkt. Die AS-Roma-Aktie verbuchte am Donnerstag einen Einbruch von 8,38 Prozentpunkten auf 0,691 Euro, nachdem sie in den vergangenen Wochen bereits wegen der finanziellen Schwierigkeiten des Klubs unter Druck geraten waren.

Die Klubführung rechnet mit Schäden von 20 Millionen Euro wegen des dramatischen Zwischenfalls im Olympiastadion. "Die Imageschäden sind für uns enorm", klagte die Geschäftsführerin des Vereins, Rosella Sensi, die Tochter des Klubchefs Franco Sensi. "Es tut uns leid, dass wegen der Geste eines Wahnsinnigen alle Tifosi benachteiligt werden. Das, was geschehen ist, ist unannehmbar. AS Roma ist selbst ein Opfer, die Klubführung kann nicht allein die Kosten für diesen Zwischenfall tragen. Wir müssen uns gegen solche Aktionen schützen", betonte Sensi.

Rosella Sensi rief die Tifosi auf, bei der Suche nach dem Fan mitzuhelfen, der Frisk durch den Wurf einer 50-Cent-Münze verletzt hat. Sie entschuldigte sich bei dem Referee für den Vorfall. Die Polizei in Rom überprüft indes die Aufnahmen der Videoanlagen im Olympiastadion.

16.9.2004 15:42