Kiesenebner trifft in der 86. Minute: Austria schlägt Legia Warschau knapp 1:0
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Die Siegesserie der Austria geht weiter. Im Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde siegen die Veilchen gegen Legia Warschau mit 1:0. Bis Kiesenebner in der 83. Minute mit einem Weitschuss aus 25 Metern das Goldtor gelang, war aber eine Menge Kampf nötig.
Gerüchte um einen geplanten Platzsturm einer Legia-Hooligan-Gruppe hatte im Vorfeld der Partie für gehörig Zündstoff gesorgt. Die mitgereisten Fans wurden im dritten Rang untergebracht und von einer mit Helmen und Schutzschildern ausgestatteten Spezialeinheit der Wiener Polizei umzingelt. Eine zerstörte TV-Kamera im Polen-Sektor, zerschnittene Autoreifen und ausgeräumte Autos rund ums Prater-Oval sowie sechs verletzte Ordnungshüter sorgten dennoch für einen schalen Beigeschmack.
Blitzstart der Polen
Sportlich hatten sich die Gäste vor dem Hinspiel außerordentlich selbstbewusst geäußert, die Austria sprach hingegen zurückhaltend von einer 50:50-Chance. Zu Recht, wie sich bereits in den Anfangsminuten deutlich zeigte. Legia legte mit breiter Brust los und drängte überfallartig aufs frühe Auswärtstor.
Bei einem Drehschuss von Saganowski rettete Didulica zur Ecke, nach dem Corner verfehlte ein Kopfball des freistehenden Poledica das Tor (jeweils 8.). Riesenglück hatten die Veilchen nach einer Viertelstunde: Didulica lenkte einen Surma-Schuss an die rechte Stange, den Abpraller aus kürzester Distanz setzte dann Wlodarczyk an den linken Pfosten (15.).
Legia hatte das Geschehen nicht zuletzt dank großer Laufleistung sicher im Griff, das Fünfer-Mittelfeld sorgte für ein deutliches Übergewicht, vor allem Surma geigte im Mittelfeld auf. Die erste große Austria-Chance war logischerweise ein Zufallsprodukt, nach einer Unsicherheit in der Legia-Defensive tauchte Vastic alleine vor dem Tor auf, scheiterte jedoch an Goalie Boruc (26.).
Austria nach dem Wechsel bissiger
Mit dem 0:0 gut bedient ging die viel zu zurückhaltende Austria in die Pause. Nach Wiederbeginn zeigten sich die Hausherren endlich energischer und bissiger. Rushfeldt prüfte Boruc (57.), Sionko traf nach Dheedene-Hereingabe das Außennetz und ein abgefälschter Freistoß von Vachousek aus großer Entfernung klatschte an die Latte (64.).
Fast schien sich die starke Austria-Phase schon als Strohfeuer zu erweisen, da schlugen die Violetten im Finish entscheidend zu. Nach weitem Einwurf von Dheedene konnte Legia nur kurz klären, Kiesenebner, der im Rückspiel gesperrt ist, fasste sich aus knapp 25 Metern ein Herz und schoss per Aufsetzer zum erlösenden 1:0 ein (83.). Der eingewechselte Dosunmu hatte in der Nachspielzeit das 2:0 auf dem Fuß, der pfeilschnelle Nigerianer schloss aber einen Alleingang mit einem Schuss hauchdünn am kurzen Eck vorbei ab (92.).
Austria: Didulica - Dospel, Afolabi, Papac, Dheedene - Sionko (78. Janocko), Kiesenebner, Blanchard, Vachousek (90. M. Wagner) - Rushfeldt, Vastic (67. Dosunmu)
Legia: Boruc - Szala, Jozwiak, Poledica - Tomasz Sokolowski I (82. Tomasz Sokolowski II), Dudek (89. Karwan), Jarzebowski, Surma, Kielbowicz - Wlodarczyk, Saganowski
Gelbe Karten: Afolabi, Blanchard, Kiesenebner (fürs Rückspiel gesperrt) bzw. Poledica, Dudek, Jarzebowski
Rückspiel: 30. September (20.45 Uhr) im Warschauer Wojska Polskiego-Stadion
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