Freitag, 17. September 2004

Rapid behauptet Tabellenführung: Wie weit ziehen die Hütteldorfer noch davon?

  • Hütteldorfer erkämpften 2:1 gegen GAK mit 10 Mann
  • Kienast nach Rückkehr aus Altach Torschütze zum 1:0

Im Schlagerspiel der neunten Runde der Fußball-T-Mobile-Bundesliga setzte sich Rapid am Sonntagnachmittag gegen Meister GAK mit 2:1 (1:0) durch. Vor 13.200 Zuschauern im Hanappi-Stadion erzielte "Heimkehrer" Roman Kienast schon in der sechsten Minute per Kopf die Führung für die Hausherren, aber Rene Aufhauser gelang in der 58. Minute mit einem wahren "Sonntags-Schuss" der Ausgleich. In der Schlussphase musste Rapid nach Gelb-Rot von György Korsos (68./Foulspiel) mit zehn Mann auskommen, dennoch sorgte Tomas Dosek in der 84. Minute noch für die Entscheidung zu Gunsten des Rekordmeisters.

Die Voraussetzungen hatten im Vorfeld klar für den GAK gesprochen. Die Grazer waren am Donnerstag im Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde zu einem 5:0-Kantersieg gegen Litex Lowetsch gekommen, während die Hütteldorfer mit einer unglücklichen 0:2-Niederlage gegen Sporting die Heimreise aus Lissabon antreten mussten. Noch dazu mussten die Hausherren mit Markus Hiden, Garics, Lawaree, Kincl, Ivanschitz und Feldhofer gleich sechs Mann vorgeben. Doch ausgerechnet ein "Neuer" zeichnete nach bereits sechs Minuten für das 1:0 verantwortlich: Nach Vorarbeit von Hofmann und Idealflanke von Katzer traf Kienast, der noch am Dienstag im Cup für Altach im Einsatz gewesen war, aus kurzer Distanz per Kopf zu seinem ersten Meisterschaftstor für Rapid.

1. Halbzeit: Rapid stark, GAK hart
Mit der frühen Führung im Rücken kontrollierten die Grün-Weißen klar das Geschehen. Bei Möglichkeiten von Hofmann, Kienast und Martinez lag das 2:0 in der Luft, dazu produzierte Tokic fast ein Eigentor. Der GAK fiel nur durch Härte-Einlagen (fünf Mal Gelb in den ersten 45 Minuten) und zwei harmlose Schüsse von Kollmann und Dollinger auf.

Nach dem Wechsel kamen die Grazer aggressiver auf das Feld zurück und hatten durch Bazina (47.) und Kollmann (56.) erste Gelegenheiten. Der Ausgleichstreffer von Rene Aufhauser war dann Marke "Tor des Monats". Nach Einwurf von Muratovic zog der ÖFB-Teamspieler vom Strafraum-Eck ab und traf vorbei am chancenlosen Macho ganz genau ins lange Kreuzeck (58.). Zehn Minuten später griff Schiedsrichter Bernhard Brugger ins Geschehen ein: Der mit Gelb vorbelastete Korsos klärte mit einem Tackling vor Pogatetz, der GAK-Verteidiger fiel theatralisch und der Referee darauf hinein und zeigte Korsos die Gelb-Rote Karte (68.).

Rapid-Siegestor mit zehn Mann
Im Finish fiel den Gästen trotz numerischer Überlegenheit nichts mehr ein, im Gegenteil: Als GAK-Coach Walter Schacher die Viererkette aufgelöst und mit Skoro einen zusätzlichen Angreifer gebracht hatte, schlug Rapid im Konter zu. Nach Ballverlust von Muratovic flankte Hlinka auf Dosek. Der Tscheche ließ Standfest aussteigen und knallte den Ball ins lange Eck zum 2:1 (84.). Es war die Entscheidung für die Hausherren, welche die letztlich kaum mehr erwarteten drei Punkte über die Distanz brachten.

Nach dem ersten Meisterschaftsviertel liegt Rapid damit mit 20 Punkten vor der Austria (18) und Aufsteiger Wacker Tirol (15) voran. Titelverteidiger GAK ist nach der dritten Meisterschaftsniederlage in Serie (nach Schlappen gegen die Admira und die Austria) mit 15 Punkten nur auf Rang vier zu finden. (apa/red)

17.9.2004 15:27