Samstag, 18. September 2004

Leichtathletik: Elf Olympiasieger auch bei Grand-Prix-Finale in Monte Carlo siegreich

  • Stars zeigten aber kaum herausragende Leistungen

Große Kasse, wenig Klasse: Beim Saisonfinale der Leichtathleten in Monte Carlo teilten sich die Stars fast drei Millionen Dollar, doch die Leistungen hielten mit den fürstlichen Gagen nur selten Schritt. Drei Wochen nach den Olympischen Spielen waren elf Athen-Sieger auch an der Cote d'Azur erfolgreich.

Es gab allerdings in den 33 Disziplinen nur eine Jahresweltbestleistung: Olympiasieger Timothy Mack (USA) überquerte mit dem Stab als insgesamt zwölfter Athlet die Sechs-Meter-Marke und gewann mit 6,01. Jelena Isinbajewa (RUS) scheiterte drei Mal an der Weltrekordhöhe von 4,93 m und gewann mit 4,83 m.

Keine Müdigkeit kannte Dreisprung-Olympiasieger und Golden-League- Dominator Christian Olsson (SWE), der mit 17,66 m siegte. Sein weibliches Pendant im 400-m-Lauf, Tonique Williams-Darling (BAH), vermochte hingegen ihre Serie nicht fortzusetzen. Sie musste sich in 51,44 mit Rang sechs begnügen. Weltmeisterin Ana Guevara (MEX), die in Athen nach langer Siegesserie geschlagen worden war, gewann in 50,13.

Seine glänzende Serie setzte Jamaika-Sprinter Asafa Powell fort, der über 100 m in 9,85 zum neunten Mal in diesem Jahr unter zehn Sekunden blieb und am Sonntag auch die 200 m (20,06) gewann. Der zweite Doppelsieg ging ebenfalls nach Jamaika: Veronica Campbell war über 100 (10,91) und 200 m (22,64) die Beste. Die britische Doppel- Olympiasiegerin Kelly Holmes verzichtete hingegen nach ihrem 1.500-m- Erfolg auf ein Antreten über 800 m, den Sieg holte sich die Olympia- Zweite Hasna Benhassi (MAR) in 2:01,42.

Nicht beim großen Zahltag dabei war Sprint-Olympiasiegerin Julia Nesterenko. Die IAAF hat sich entschlossen, nun doch die Umstände eines offenbar nicht gemeldeten positiven Doping-Tests der Weißrussin vom 25. Mai 2002 aufzuklären. (apa)

18.9.2004 19:06