Sonntag, 19. September 2004

Vorarlberg hat gewählt: Totale Niederlage für die FPÖ. Partei mehr als halbiert!

  • Spitzenkandidat Egger lässt Zukunft offen
  • Wähler nicht ausreichend mobilisiert

FPÖ-Spitzenkandidat Dieter Egger lässt nach der Schlappe bei der Vorarlberger Landtagswahl seine persönliche Zukunft offen. Man werde sich nun in den Gremien beraten und die nötigen Schlüsse ziehen, wie die FPÖ wieder stärker im Land werden könne. Grundsätzlich stünde Egger aber weiterhin an der Spitze der Landespartei zur Verfügung, wenn dies seine Parteifreunde wünschten.

Er sei niemand, der den Kopf in den Sand stecke, sondern einer, der nach Niederlagen wieder aufstehe, erklärte er am Sonntag.

Als Hauptgrund für die Freiheitliche Niederlage sieht der FPÖ-Mann, dass es nicht gelungen sei, die eigenen Wähler zu mobilisieren. Dies sei vor allem in den Ballungsräumen zu spüren gewesen. Schuldzuweisungen ev. an die Bundespolitik vermied Egger: "Ich will nicht den Schwarzen Peter hin- und herschieben." Man habe gemeinsam gewonnen und nun auch gemeinsam verloren.

Ob die FPÖ künftig in der Regierung vertreten sein wird, wollte Egger nicht beurteilen. Am Zug sei nun die ÖVP. Aus seiner Sicht sei alles möglich. (apa)

19.9.2004 18:52