Wahl in Vorarlberg: Niedrige Beteiligung für Meinungsforscher unerwartet!
- Grund könnte vorhersehbares Ergebnis sein
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Zum Teil mehr als Hälfte der Stimmen verloren
Aus Sicht der Meinungsforschung ist das Vorarlberger Wahlergebnis keine Überraschung. "Unerwartet ist die drastisch gesunkene Wahlbeteiligung", so OGM-Chef Wolfgang Bachmayer Sonntagabend gegenüber der APA. Mit der "Vorhersehbarkeit" des Wahlausganges sei auch die niedrige Wahlbeteiligung erklärbar.
So sei klar gewesen, dass die ÖVP die absolute Mehrheit erhalten und die FPÖ wieder verlieren werde. "Aber das regt auch niemanden mehr auf", so der Meinungsforscher.
Als weitere Ursache für die niedrige Wahlbeteiligung nennt Bachmayer - neben dem Wegfall der Wahlpflicht - den Wahlkampf selbst. Dieser sei "wenig kantig" gewesen, "recht nett und relativ freundlich". Dieser konsensuale Wahlkampf sei darauf zurückzuführen, "dass alle auf eine Regierungsbeteiligung geschielt haben", so Bachmayer. "Die oppositionellsten Aussagen im Wahlkampf waren jene von Sausgruber gegen die Bundespolitik."
Bundespolitische Auswirkungen sieht der Meinungsforscher "überhaupt keine". Das Thema werde in wenigen Tagen vergessen sein. Schließlich sei Vorarlberg ein relativ kleines Bundesland und es habe am Wahlabend auch keinen Überraschungseffekt gegeben, der vielleicht Personaldebatten in Bundesparteien ausgelöst hätte. Das einzig spannende sei, ob Wahlsieger Herbert Sausgruber eine Alleinregierung bilden oder wen er sich ins Boot holen werde. (apa)
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