Samstag, 18. September 2004

Schlusskundgebung der ÖVP: Sausgruber hofft "ein schönes Ergebnis zu erzielen"

  • Appell an die Vorarlberger, zahlreich zur Wahl zu gehen
  • 20 Prozent sind immer noch unentschlossen

Landeshauptmann Herbert Sausgruber appellierte bei der Abschlusskundgebung der Volkspartei an die ÖVP-Anhänger, sich bis zum Wahltag für die Anliegen der Partei und vor allem eine hohe Wahlbeteiligung einzusetzen. "Dann ist es leicht möglich, dass wir ein sehr schönes Ergebnis erzielen", sagte Sausgruber am Freitagabend vor rund 1.000 Mitgliedern und Sympathisanten der ÖVP.

Sausgruber gab zu bedenken, dass laut Umfragen noch 20 Prozent der Wahlberechtigten sich nicht entschieden hätten und zehn Prozent dies erst am Wahltag tun würden. "Das kann wahlentscheidend sein", warnte der Landeshauptmann und führte als Beispiele die Landtagswahl in Tirol und die Vorarlberger Arbeiterkammer-Wahl im Frühjahr an. In Tirol habe die ÖVP in Umfragen 60 Prozent und mehr erzielt, bei der Wahl aber nur 49 Prozent. "Was ist passiert? Zu viele Tiroler haben geglaubt, es wird von selber gehen und sind nicht zur Wahl gegangen", rief der Landeshauptmann den Gästen in der vollen Halle 7 auf dem Dornbirner Messegelände in Erinnerung. "Wir sind auf uns selbst gestellt, wir müssen unsere Chance selbst nützen", mahnte der Landeshauptmann.

Die bekannten Wahlkampf-Inhalte der ÖVP bestimmten den Rest seiner Rede. Besonders nachdrücklich forderte Sausgruber sowohl gesetzlichen als auch finanziellen Spielraum ein, um vor Ort gestalten zu können. "Das muss man auch denen in Wien, auch in unserer Partei, sagen", so Sausgruber. Selbstverständlich kam auch das zentrale Wahlkampf-Thema der ÖVP, ihre Verlässlichkeit zur Sprache. Verlässlichkeit erwarte er sich auch vom Bund, etwa beim Finanzausgleich. "Ja, es geht mir auf die Nerven. Wir haben schriftlich etwas ausgemacht und unterschrieben", sagte Sausgruber. Es könne nicht sein, dass alle paar Jahre erneut zehn oder 15 Prozent mehr verlangt werde und er sich noch fragen lassen müsse, warum er schlecht aufgelegt sei.

"Wenn Ihnen die Wahl ein Anliegen ist, dann reden Sie in Ihrer Umgebung, damit die, die an einer verlässlicher Landespolitik interessiert sind, wählen gehen", forderte Sausgruber die Menge am Ende seiner Rede auf. Dann könne es sich "das schöne Land Vorarlberg" ersparen, in eine "Phase der Experimente zu kommen". Anschließend konnte das gemütliche Beisammensein beginnen, feiern wollte Sausgruber noch nicht. Darauf hoffe er am Wahltag. (apa)

18.9.2004 12:20