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Ganz dem Kampf um ein viertes Landtagsmandat haben die Grünen Donnerstag Abend ihre letzte Großveranstaltung im Vorarlberger Wahlkampf gewidmet. Mit dem Zugewinn von einem Sitz rechnet Spitzenkandidat Johannes Rauch sowieso. Jetzt müsse man noch alles mobilisieren, um ein viertes Mandat zu erreichen. Denn nur mit einer entsprechend starken Vertretung könne man der regierenden ÖVP auch bei wichtigen Inhalten entsprechend Dampf machen, erklärte Rauch.
Bundessprecher Alexander Van der Bellen war in erster Linie bemüht, den Eindruck zu erwecken, dass der ÖVP die absolute Mehrheit ohnehin sicher sei und damit auch Herbert Sausgruber Landeshauptmann bleibe. Daher wäre jede zusätzliche Stimme für die Volkspartei von einem noch unentschlossenen Wähler "ein reines Geschenk für die ÖVP". Seinen Auftritt in Vorarlberg begründete Van der Bellen nicht etwa damit, dass die Bundespartei den Landesgrünen Rückenwind geben wolle. Denn das hätten sie nicht nötig. Vielmehr wolle die Bundespartei von den Vorarlberger Grünen profitieren.
An der Seite Van der Bellens nach Bregenz gereist war die stellvertretende Parteichefin Eva Glawischnig. Wie der Bundessprecher konzentrierte sie sich in ihrer Kritik in erster Linie auf die ÖVP. Sie sprach der ÖVP jegliche Umweltkompetenz ab und tadelte, dass bei der Pensionsreform auf die Frauen vergessen worden sei. Mitverantwortlich machte Glawischnig ohne nähere Begründung auch Sausgruber und seine Landespartei.
Auch Aktionismus wurde beim Kampagnenausklang groß geschrieben. Zum Abschluss des Events vor dem Bregenzer Kunsthaus erkletterte Spitzenkandidat Rauch an einem Seil ein in rund zehn Meter Höhe angebrachtes Podest. Damit wurde auch gleich das Motto für die letzten Wahlkampftage ausgegeben. Zum bereits bekannten "Der Rauch macht Dampf" kam nun auch ein "Der Rauch steigt auf". Ansonsten durften sich die rund 120 Interessierten an grün gefärbten Getränken und an Darbietungen mittelmäßig begabter Schwertschluckerinnen erfreuen. (apa)
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