Verheugen über Türkei-Beitritt: "Eine Strafrechtsreform ist unverzichtbar!"
- Türkei muss Menschenrechte bewahren und Balance zwischen türkischen und europäischen Werten finden
·Verhältnis Türkei- EU angespannt!
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·Türkei verbittet sich
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Scheitert Beitritt an ge- stoppter Strafrechtsreform?
·Diskussionen um EU-Beitritt der Türkei
Haider gegen FP: Landes- hauptmann für Beitritt
·Österreicher gegen
EU-Beitritt der Türkei
FORMAT-Umfrage: 61% dagegen, nur 21% dafür
Im Streit um die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei hat EU-Kommissar Günter Verheugen den Druck auf Ankara weiter verstärkt. "Die Strafrechtsreform ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen." Nur mit dieser Reform könne man bescheinigen, dass die Türkei ein Rechtsstaat ist, in dem die Menschenrechte beachtet werden.
Die Kommission werde klarstellen, "dass Beitrittsverhandlungen nicht kommen können, solange dieses zentrale Element nicht erfüllt ist", sagte Verheugen der "Bild am Sonntag".
Verheugen fügte hinzu: "Jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Die Türkei muss die Kraft aufbringen, traditionelle türkische Werte mit europäischen Werten zusammen zu bringen. Die europäischen Werte sind nicht verhandelbar. Auch Ehebruch als Straftatbestand würde die Beitrittsverhandlungen mit Sicherheit nicht überleben," sagte der Erweiterungskommissar.
Wegen des Streits um den geplanten Ehebruch-Paragrafen hatte die türkische Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die geplante Strafgesetzreform am Freitag im Parlament in Ankara zunächst auf Eis gelegt.
(apa)
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