Zwei sunnitische Religionsgelehrte im Irak getötet: Sprecher macht USA verantwortlich
- Italienerinnen an Zarqawi-Anhänger "verkauft"?
- USA fliegen neue Luftangriffe auf Falluja
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Männliche Tote dürften Ausländer gewesen sein
Unbekannte haben innerhalb von nicht einmal 24 Stunden in Bagdad zwei Mitglieder des sunnitischen Rates der Religionsgelehrten getötet. Wie Abdessattar el Rubeia, ein Sprecher der Organisation, am Montag im arabischen Nachrichtensender El Arabija erklärte, wurde Scheich Mohammed al Janabi neben einer Moschee erschossen. Am Sonntagabend hatten Attentäter in der vorwiegend von Schiiten bewohnten Armenvorstadt Sadr-City das Auto von Scheich Hasem al Seidi unter Beschuss genommen, der dort Prediger in einer der wenigen sunnitischen Moscheen war.
Der Sprecher machte die Übergangsregierung von Ministerpräsident Ijad Allawi und die US-Truppen für die Ermordung der beiden Männer verantwortlich, "da es Aufgabe der Regierung ist, für Sicherheit zu sorgen". Der Rat der Religionsgelehrten unterstützt moralisch den irakischen "Widerstand". Die Organisation sunnitischer Muslime hatte zu Beginn der Geiselkrise im Irak in einigen Fällen vermittelt und dadurch zur Freilassung einiger Geiseln beigetragen.
Italienerinnen an Zarqawi-Gruppe "verkauft"?
Die zwei verschleppten Italienerinnen sind möglicherweise an Anhänger des Al-Kaida-Verbündeten Abu Mussab al Zarqawi "verkauft" worden. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA zitierte den irakischen Vize-Außenminister Hamid al Bajati mit den Worten, er habe Informationen erhalten, wonach die beiden italienischen Geiseln von Bagdad in die Rebellenhochburg Falluja verschleppt worden seien. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.
USA fliegen Luftangriffe auf Falluja
Am Vormittag flogen die US-Streitkräfte erneut Luftangriffe auf die irakische Rebellenhochburg Falluja, vor allem auf den Nordteil der Stadt. Dabei seien mindestens drei Iraker getötet und zehn weitere verletzt worden. Am Wochenende waren bei US-Luftangriffen in Falluja sieben Iraker getötet worden.
(apa/red)
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