Wieder Explosion vor Polizeistation: Autobombe in Kirkuk fordert 20 Tote
- Ziel sind immer wieder irakische Rekrutierungsstellen
- PLUS: Videos von drei Geiseln aufgetaucht
·Irak: Zwei Sunniten- Geistliche ermordet
Sprecher macht USA und Regierung verantwortlich
·Schwere Explosion im Zentrum Bagdads
Mehr als 70 Tote bei Luftangriff auf Falluja
·USA wollen 3,4 Mrd. für Sicherheit im Irak
Wiederaufbauhilfe soll umverteilt werden
·Bagdad: 47 Tote bei Bombenanschlag!
Zarqawi-Gruppe bekennt sich im Internet zu Terror
Wieder Anschlag vor einer Polizeistation im Irak. Bei einem Selbstmordanschlag in der nordirakischen Stadt Kirkuk sind am Samstag 20 Menschen ums Leben gekommen, die eine Arbeit bei der Polizei suchten. Der Täter steuerte sein mit Sprengstoff beladenes Auto in eine Warteschlange vor der Rekrutierungsstelle der Nationalgarde. Es wurden bis zu 50 weitere Menschen verletzt.
Zahlreiche Rettungsfahrzeuge wurden an den Anschlagsort entsandt; nervöse Polizisten beschossen sich gegenseitig, ohne dass es dabei aber Verletzte gegeben hätte. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Leichenteilen auf der Straße und in den Stacheldrahtbarrieren vor dem Hauptquartier der Nationalgarde.
Es handelt sich bereits um den zweiten größeren Anschlag in Kirkuk seit Monatsbeginn. Am 4. September hatte sich ein Selbstmordattentäter vor einer Polizeistation mit seinem Auto in die Luft gesprengt und dabei 17 Menschen in den Tod gerissen. Vergangenen Dienstag kamen in der Hauptstadt Bagdad bei einem Autobombenanschlag vor dem Hauptquartier der irakischen Polizei mindestens 49 Menschen ums Leben.
Leiche des Vizegouverneurs gefunden
In der westirakischen Stadt Ramadi wurde inzwischen die Leiche des Anfang September entführten Vizegouverneurs der Provinz Anbar entdeckt, wie Ärzte im Krankenhaus der Stadt am Samstag bestätigten. Wie Bassem Mohammed starb, sagten die Mediziner nicht. Zur Provinz Anbar, die im so genannten sunnitischen Dreieck des Irak liegt, gehört neben Ramadi auch die Aufständischen-Hochburg Falluja.
Fünf Tote nach Überfall in Mossul
Bei einem Überfall auf einen Konvoi in der nordirakischen Stadt Mossul wurden am Samstag fünf Menschen getötet und vier verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um Leibwächter eines hohen Funktionärs der staatlichen Ölgesellschaft, dem der Anschlag offenbar galt. Der Manager Mohammed Zebari blieb unverletzt. Unbekannte Attentäter ermordeten am Samstag in der Nähe von Kirkuk auch den Führer des einflussreichen Al-Budeir-Stammes, Scheich Kaddum al Hani, und einen seiner Begleiter. Zwei Leibwächter wurden nach Polizeiangaben verletzt.
(apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
