Donnerstag, 16. September 2004

Kein Ende der Entführungen im Irak: Zwei US-Amerikaner und ein Brite verschleppt!

  • Laut Al Jazeera die Freilassung von Frauen gefordert
  • Das Ultimatum läuft nach 48 Stunden ab

Der arabische Fernsehsender Al Jazeera hat am Samstag einen Videofilm ausgestrahlt, in dem eine britische und zwei amerikanische Geiseln im Irak vorgeführt werden. Der Film zeigt einen maskierten Mann vor seinen Gefangenen, die auf einem Sessel sitzen und offenbar unverletzt sind. Die US-Botschaft im Irak hat die Entführung zweier Amerikaner und eines Briten in Bagdad bestätigt. Jack Hensley und Eugene "Jack" Armstrong seien in der Früh zusammen mit einem britischen Staatsbürger aus ihrem Haus im Bagdader Viertel Mansur gekidnappt worden, hieß es aus der Botschaft. Extremisten fordern die Freilassung von inhaftierten Frauen.

Al Jazeera berichtete, dass die Organisation des jordanischen Extremisten Zarkawi die Freilassung von weiblichen Häftlingen aus Gefängnissen im Irak fordert und ein Ultimatum von 48 Stunden gestellt hat.

Offenbar drei Schweden entführt
Außerdem sind offenbar drei Schweden entführt worden. Das Außenministerium in Stockholm erklärte am Donnerstag, schwedische Medienberichte über die schon vor einigen Tagen erfolgte Geiselnahme würden untersucht. Entführt worden seien demnach schwedische Bürger, die aus dem Irak stammten und vor mehreren Monaten in ihre Heimat zurückgekehrt seien.

Die Nachricht fiel mit der Entführung eines Briten und zweier Amerikaner in einem Nobelviertel Bagdads zusammen. Die schwedische Außenministerin Laila Freivalds sagte, es bestehe noch kein Kontakt zu den Kidnappern. Bis dieser hergestellt sei, könne die Regierung wenig für die Entführten tun. "Als erstes brauchen wir Informationen. Wir müssen herausfinden, wo sie sind, und wie wir ihnen helfen können."

(apa/red)

16.9.2004 08:41