Im Küchenschrank versteckt: Mutter und Tocher überlebten blutiges Geiseldrama
- "Egal wohin man den Kopf wendet war dieses Grauen"
·Justiz bestätigt: Beslan-Anführer tot
Tschetschene ist bei Sturm
auf Schule getötet worden
·Moskau will wieder die Todesstrafe
Reaktion des Parlaments auf Beslan-Geiseldrama
·Beslan: Moskau setzt Ausschuss ein
Kidnapper-Anführer möglicherweise geflohen
·'Interne Aufklärung' des Geiseldramas?
Präsident Putin gegen öffentliche Untersuchung
·Geiseldrama: Sturm war nicht geplant
"Gab keine Entscheidung zum Angriff" auf die Schule
·Kidnapper drehten Video im Turnsaal
TV-Sender zeigt Bilder des russischen Geiseldramas
Nur weil sie sich in einem Küchenschrank in der Schule von Beslan versteckten, haben eine Mutter und ihre siebenjährige Tochter das blutige Geiseldrama in der südrussischen Stadt überlebt. Das berichtete Marina Dzutseva (36) am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Johannes B. Kerner".
"Die Angst war furchtbar. Wenn man mir unter normalen Bedingungen gesagt hätte: Krieche in diesen Schrank, so hätte ich das sicherlich nicht getan", sagte Dzutseva. Während der Erstürmung der Schule sei sie mit ihrer Schwester und ihrer Tochter sowie mit einem weiteren Mädchen in den Schrank unter einer Spüle im Speisesaal geklettert. Erst als keine Schüsse mehr fielen, hätten sie nach wiederholter Aufforderung durch einen Soldaten als Letzte die Schule durch ein Fenster verlassen.
Über ihre Gefühle während des Blutbads sagte die 36-jährige Mutter: "In dem Moment versucht man, das Gesicht (der Tochter) zu schützen, dass sie nichts sehen und nichts hören möge. Aber egal wohin man den Kopf wendet, war dieses Grauen. Es wurde überall geschossen, und es ging einfach nicht, das alles vor ihr zu verbergen. Es ist klar, dass sie im Prinzip vor deinen Augen erschossen werden kann, wenn du nicht den Mund hältst. Und deshalb haben wir versucht, irgendwie ruhig zu sein."
(apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
