Jetzt ist es fix: Der erste US- Prozess zu den Terroranschlägen vom 11. September
- Antrag des angeklagten Moussaoui zurückgewiesen - Todesstrafe droht im Falle eines Schuldspruchs
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Der Weg zum ersten Terroristenprozess in den USA im Zusammenhang mit dem 11. September ist nach langem Tauziehen frei. Ein Bundesberufungsgericht wies einen Antrag des angeklagten Zacarias Moussaoui zurück, ihm im Fall eines Schuldspruchs die Todesstrafe zu ersparen, berichteten US-Medien am Dienstag. Damit kann der Prozess voraussichtlich im März kommenden Jahres beginnen.
Moussaoui wird vorgeworfen, an der Verschwörung zu den Anschlägen vom 11. September beteiligt gewesen zu sein. Er war kurz vor den Attacken in den USA festgenommen worden und argumentiert, dass Mitglieder der Terrororganisation Al Kaida in US-Gewahrsam ihn entlasten könnten. Dazu wolle er sie vernehmen.
Ein Gericht in Alexandria (Virginia) hatte in diesem Jahr im Zuge von Vorverhandlungen entschieden, dass Moussaoui zu seiner eigenen Verteidigung das Recht zu diesen Verhören erhalten müsse. Als ihm das vom Justizministerium als Anklagebehörde trotzdem verweigert wurde, verfügte das Gericht als Strafmaßnahme, dass die Staatsanwaltschaft in dem Prozess nicht ein Todesurteil anstreben dürfe.
Die Ankläger beantragten Revision und bekamen am Ende Recht. Das Berufungsgericht bestätigte nun, dass Moussaoui keine Al-Kaida- Mitglieder vernehmen darf und trotzdem die Todesstrafe erhalten kann. Das Gericht in Alexandria, vor dem der Hauptprozess stattfinden wird, muss nun einen Kompromiss ausarbeiten, nach dem Moussaoui zur Verteidigung entlastende Aussagen von Al-Kaida-Mitgliedern anführen darf, ohne selbst mit ihnen gesprochen zu haben. (apa/red)
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