Samstag, 18. September 2004

45. Ulrichsbergtreffen in Kärnten: FP- Landesobmann Strutz als Festredner!

  • Minister Haupt sagte Teilnahme wegen Grippe ab
  • Wieder weit über 1.000 Teilnehmer erwartet

Etwa 1.200 Menschen nahmen am Sonntag beim 45. Heimkehrertreffen auf dem Ulrichsberg bei Klagenfurt teil. Festredner FPÖ-Landesobmann Strutz, der den erkrankten Sozialminister Haupt vertrat, lehnte in seiner Ansprache neuerlich die Aufstellung weiterer zweisprachiger Ortstafeln in Kärnten kategorisch ab.

Im Vorfeld des Treffens hatte es Streit um die Teilnahme des Vereins der Veteranen des Slowenienkrieges im Jahr 1991 gegeben, der vom Präsidenten der Ulrichsberggemeinschaft, Rudolf Gallob, eingeladen worden war. Der Kärntner Abwehrkämpferbund übte scharfe Kritik an der Einladung, da auch ehemalige Tito-Partisanen dem Verein angehören würden.

Am Samstag sagten die Slowenen ihren Besuch jedoch ab, das Treffen am Sonntag verlief ohne Zwischenfälle. Gallob konnte Teilnehmer aus 15 Nationen begrüßen, er unterstrich seine Dankbarkeit dafür, dass man aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehren habe dürfen.

Politisch angelegt war die Ansprache von Strutz. Er übte scharfe Kritik an dem im August in Slowenien in Kraft getretenen Sprachengesetz. Dieses sei nationalistisch und benachteilige nicht slowenisch sprechende Europäer "in unglaublicher Weise", sagte Strutz. Er forderte vom offiziellen Österreich, eine Protestnote in Laibach und bei den zuständigen Gremien der EU zu deponieren.

Der FPÖ-Obmann wies darauf hin, dass Kärnten "das älteste Gemeinwesen auf österreichischem Boden", kein homogenes ethnisches Land sei, aber "ein Land, wo Menschen beider Zungen über Jahrhunderte friedlich zusammengelebt haben und auch nicht wünschen, dass Kräfte von außen diesen Frieden stören oder diese Einheit in Frage stellen".

Die Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg war über Initiative des damaligen Klagenfurter ÖVP-Vizebürgermeisters Scheucher errichtet und zu Pfingsten 1959 eröffnet worden.
(apa)

18.9.2004 22:15