Nach Wahnsinnstat in Vöcklabruck: Polizei sucht weitere Leichenteile in Italien
- Wahrscheinlichkeit auf einen Fund ist aber gering
- 48-jähriger Lebensgefährte ist geständig
Im Bereich von Lignano bis Bibione in Italien suchte die italienische Polizei am Samstag nach den Überresten jener 40-jährigen Frau aus dem Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich, die am 22. August von ihrem Lebensgefährten erschossen und anschließend mit einer Motorsäge zerstückelt wurde. Die Wahrscheinlichkeit, noch Teile der Leiche der 40-Jährigen zu finden, sei jedoch äußerst gering, so Alois Lißl von der Sicherheitsdirektion für Oberösterreich im Gespräch mit der APA.
Der tatverdächtige 48-jährige Lebensgefährte habe am Freitag den Kriminalisten gegenüber mehrere Ortsangaben gemacht, wo er die neun in Plastiksäcke verpackten Leichenteile in Müllcontainern in Italien "entsorgt" hätte. Diese Orte würden sich demnach im Bereich zwischen Lignano und Bibione befinden.
Man gehe aber davon aus, in den Müllcontainern nichts mehr zu finden, da diese normalerweise mindestens einmal pro Woche geleert würden, so Lißl. Weiters würde man noch auf Müllhalden suchen, doch auch die Möglichkeit, dort fündig zu werden, schätzte Lißl äußerst gering ein.
Zu den Familienumständen wurden weitere Details bekannt: So etwa sind der 19-jährige Sohn der Getöteten und die 17-jährige Tochter des mutmaßlichen Täters ein Paar. Die beiden befanden sich zur Tatzeit im zweiten Stock des Wohnhauses. Die Jugendlichen standen am Samstag unter Schock und konnten zur Tat noch nicht eingehend befragt werden. Sie seien aber derzeit nicht tatverdächtig, so Lißl.
(apa/red)
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