Donnerstag, 16. September 2004

Der Sommer ist wohl endgültig vorbei: Das Wochenende bringt ersten Herbstnebel

  • Im Westen können sie sich bis Mittag halten
  • Osten bleibt vorerst von der "Suppe" verschont

Ab dem kommenden Wochenende sind die Wolken wieder zum Greifen nah. Durch niedrige Temperaturen in Bodennähe und erhöhte Feuchtigkeit verlagert sich ihre Entstehung in die Tal- und Beckenlagen: Die Meteorologen erwarten im Westen für Freitag die Bildung der ersten Herbstnebelfelder, die sich teils bis in die Mittagsstunden halten können.

"Die Nebelwahrscheinlichkeit ist am Freitag und Samstag im Westen bis nach Oberösterreich hoch, Ostösterreich bleibt zunächst eher verschont", sagte Thomas Krennert, Wetterexperte der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien, am Donnerstag. Ab Sonntag werde dann auch der Süden und Südosten des Landes betroffen sein.

Grundlage für das örtlich begrenzte Wetterereignis Herbstnebel ist das "großräumige Absinken der Luft über Mitteleuropa" bei stabiler Hochwetterlage, erklärte Krennert. Wie lange sich lokale Nebelfelder halten, lässt sich nur schwer vorhersagen: Der Wasserdampf wird allmählich von der Sonne verdunstet oder vom Wind "weggeschoben" - das passiert häufig etwa im Wiener Becken oder im Marchfeld. Die Experten sehen für das Wochenende jedenfalls "Nebel-begünstigendes Wetter".

Angenehme Temperaturen
Allgemein prognostiziert die Hohe Warte aber einen "angenehmen Frühherbst" mit großteils milden Temperaturen von untertags um die 20 Grad Celsius am Freitag und 20 bis 23 oder 24 Grad am Samstag und Sonntag. "Im Nebel ist es natürlich kühler", so Krennert. Am Montag wird eine leichte Störfront an der Alpennordseite für ein paar Regenschauer sorgen.

Tipps des ÖAMTC für die sichere Fahrt durch die "Waschküche": Abblendlicht, Nebelscheinwerfer - und Schlussleuchten einschalten. Möglichst weit rechts fahren. Geschwindigkeit reduzieren und der Sichtweite anpassen. Einen größeren Abstand zum vorderen Fahrzeug einhalten. Scheibenwischer einschalten. Vor und nicht erst in Nebelbänken bremsen. Vorsicht an Baustellen - oft sind durch Nebel Markierungen und Verkehrsführungen nicht gut erkennbar. Außerdem sollte man die Beleuchtungsanlage überprüfen lassen und auf die richtige Scheinwerfereinstellung achten.
(apa)

16.9.2004 13:53