Steht WGKK vor der Pleite? Rauch-Kallat optimistisch über Konsolidierung!
- Bittner beklagt Mindereinnahmen aus pauschaliertem KV-Beitrag für Arbeitslose
·Wr. Krankenkasse bald in Zahlungsnot
Obmann Bittner: "Mitte '05 ernste Schwierigkeiten"
Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat zeigte sich am Donnerstag optimistisch über eine Konsolidierung der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK). Deren Obmann Franz Bttner hatte zuletzt angekündigt, die Gebietskrankenkasse werde ohne zusätzliches Geld für das Gesundheitswesen erstmals in ernste Zahlungsschwierigkeiten kommen.
Vor allem beklagte Bittner, dass es nur mehr einen pauschalierten Krankenversicherungsbeitrag für Arbeitslose gebe, was heuer zu Mindereinnahmen von 64 Millionen Euro führen werde. Rauch-Kallat meinte im Radio-Mittagsjournal, sie sehe hier noch Verhandlungsspielraum.
Die Ministerin erklärte, sie werde dafür sorgen, dass die "Finanzlage der WGKK, in die sie sich in den letzten Jahren zum Teil selbst hinein manövriert hat, auch entsprechend konsolidiert wird". Dazu gebe es eine Reihe von Maßnahmen, wobei Rauch-Kallat Details nicht nennen wollte, sondern auf die Verhandlungen verwies.
Bittner kritisierte, dass die WGKK auf der einen Seite für arbeitslose Menschen immer weniger Krankenversicherungsbeiträge erhalte, andererseits schuldeten die Arbeitgeber kumuliert der Kasse 55 Millionen Euro. "Hätten wir beide Summen, gäbe es 120 Millionen Euro Mehreinnahmen für uns". Jedenfalls würde es bei Zahlungsschwierigkeiten dazu kommen, dass Honorarzahlungen an Ärzte verspätet eintreffen, Apotheker verspätet ihr Geld erhalten, "unsere Vertragspartner länger auf ihr Geld warten müssen".
Für heuer erwartet die WGKK ein Defizit von 170 Millionen Euro, im kommenden Jahr dürften es 240 Millionen sein. Bisher habe man sich mit einem Überbrückungsrahmen über Wasser gehalten, aber der Kreditrahmen von 700 Millionen Euro sei bald ausgeschöpft. (apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
