Frauen sehen Pensionsreform negativ: SPÖ fordert Korrekturen zu Harmonisierung
- 71% der Frauen sehen ihre Situation verschlechtert
- Prammer: Umfrage zu Reform sei ein "Alarmsignal"
·Deutlich weniger Pension für Frauen
Im Durchschnitt bleiben nur 618 Euro monatlich
·Pensionen: Frauen für SPÖ die Verlierer
Schwerarbeiterregelung: Debatte um 6.000 Fälle
·Pension neu: Wer bekommt wie viel?
Vier Rechenbeispiele für ihr Geld im hohen Alter
·Die Details zur Pensionsreform
Durchklicken: Abfederung, Schwerstarbeiter, Antritt
·Pension neu: Die brisantesten Fragen
NEWS gibt Antworten zur neuen Pensionsregelung
SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer fordert von der Bundesregierung, beim vorliegenden Entwurf zur Pensionsharmonisierung noch Korrekturen vorzunehmen. Anlässlich der Präsentation einer aktuellen Studie über die Einstellung junger Frauen zu den Reformen der Regierung bekräftigt sie am Dienstag, dass Frauen nicht zu den "großen Verliererinnen" der Pensionsreform gehören sollen.
Die vorliegenden Ergebnisse, wonach 71 Prozent der befragten Frauen zwischen 18 und 40 ihre Situation durch eine Pensionsreform verschlechtert sehen, seien für sie ein "Alarmsignal". Da die Studie im Mai 2004 durchgeführt wurde, ist die aktuelle Debatte um die Pensionsharmonisierung noch gar nicht eingerechnet. "Man könnte vermuten, dass sich die Einschätzung nun noch skeptischer gestaltet", so Ruth Picker, Projektleiterin der Studie.
Die vom Institut Sora erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass junge Frauen zwischen 18 und 40 die Pensionsreform (71 Prozent) und die Steuerreform (53 Prozent) als Verschlechterung ansehen. Lediglich das Recht auf Teilzeit wird von knapp 50 Prozent als Verbesserung ihrer Situation wahrgenommen.
Die vorliegenden Zahlen solle die Regierung ermutigen beim Begutachtungsentwurf noch Korrekturen vorzunehmen. Sie wolle nicht Panik erzeugen, aber "ich will die Frauen in der Bundesregierung ermahnen, nicht alles schön zu reden, sondern den Finger in die Wunde zu legen", so Prammer. Das erwarte sie sich vor allem von der jetzigen Frauenministerin Rauch-Kallat. Für sie sei "absolut nicht akzeptierbar", dass vor allem jüngere Frauen zu den Verliererinnen gehören sollen. (apa)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
