Montag, 13. September 2004

"Linz - Labor der Zukunft": Offizielle Bewerbung als Kulturhauptstadt 2009

  • Einziger Bewerber - Budget von 60 bis 70 Millionen Euro

Die Unterlagen zur Bewerbung für Linz als "Europäische Kulturhauptstadt 2009" übergaben am Montag der Linzer Bürgermeister Dobusch, Landeshauptmann Pühringer und Vizebürgermeister Watzl im Bundeskanzleramt an Kunststaatssekretär Morak. Linz ist der einzige Bewerber aus Österreich, das im Jahr 2009 eine der zwei Kulturhauptstädte stellen wird.

Die Einreichfrist endet am 15. September. "Linz - Labor der Zukunft" ist der Slogan, mit der die Stadt als europäische Kulturhauptstadt antreten will.

Bis Jahresende müssen die Unterlagen in Brüssel eingereicht werden, mit einer Entscheidung ist Anfang 2006 zu rechnen. Für das Budget von schätzungsweise 60 bis 70 Mio. Euro rechnet die Stadt Linz mit der Unterstützung durch das Land Oberösterreich und den Bund.

115 Seiten umfasst das zweiteilige Bewerbungspapier, das auf dem Linzer Kulturentwicklungsplan aufgebaut ist. Neben dem inhaltlichen Konzept gibt es auch ein Strukturkonzept, das ein Kuratorium, ein Ehrenkomitee sowie eine "Linz 2009 GmbH" zur Planung und Durchführung des Projekts vorsieht.

"Wie keine andere österreichische Stadt hat sich Linz in den vergangenen 30 Jahren verändert, von der Stadt der reinen Arbeit zur Stadt der Arbeit und Kultur," formulierte Dobusch. Nach Wien habe Linz von den Landeshauptstädten die meisten kulturellen Veranstaltungen im Jahr. Ars Electronica, Linzer Klangwolke, das Brucknerhaus und das StifterHaus werden als Beispiele der Entwicklung von der Stahlstadt zur Kulturstadt in dem Katalog zur Bewerbung hervorgehoben, auch ein kurzes Video wurde bereits produziert.

"Professionell und entschlossen" habe man die Bewerbung vorgebracht, konstatierte Morak. Gespräche mit dem "Partner" Vilnius, der voraussichtlich zweiten Kulturhauptstadt 2009, sind bereits geplant. Morak schloss mit einem herzhaften "in Linz beginnt's".(apa)

13.9.2004 16:28