Der Herbst ist da - und damit auch die Gefahr des Wildwechsels auf den Straßen
- Besonders gefährlich: Abend- und Nachtstunden
- Wichtig: Gefahrenzeichen beachten, Fuß vom Gas!
Die Herbstzeit naht: Hochsaison für Wildwechsel und Spitzenzeit für Wildunfälle auf Österreichs Freilandstraßen. Besonders wilde Zeiten: die Abend- und Nachtstunden zwischen 18.00 Uhr und 06.00 Uhr früh - in diesem Zeitraum ereignen sich 70% aller Wildunfälle. Um unerwünschte Abenteuer in freier Wildbahn zu vermeiden, rät das Kuratorium für Verkehrssicherheit allen Fahrern bei Dämmerung und Dunkelheit zu erhöhter Aufmerksamkeit.
Der Straßenverkehr dringt immer tiefer in den natürlichen Lebensraum vieler Wildtiere ein. Die Tiere folgen ihrem natürlichen Instinkt und erkennen die vom mobilen Menschen ausgehende Gefahr nicht. Der Mensch am Steuer wiederum unterschätzt das Risiko des Wildwechsels und weiß zumeist nicht, wie er sich im Fall des Falles verhalten soll. So zeigen etwa Studien, dass bis zu 80 Prozent der Autofahrer beim Gefahrenzeichen "Achtung, Wildwechsel" das Tier ganz unbewusst nur von rechts kommend erwarten.
Im Mittelpunkt der Maßnahmen: der Mensch
Damit die gefürchtete Begegnung zwischen Mensch und Wildtier auf der Straße nicht gefährliche Wirklichkeit wird, ist neben technischen Maßnahmen wie Duft- und Wildschutzzäunen, Reflektoren oder Wildbrücken vor allem eines entscheidend: das Verhalten des Lenkers.
Wildunfälle sind vermeidbar!
Wohlgemerkt: Wildunfälle sind nicht in die Kategorie "höhere Gewalt" einzuordnen - Wildunfälle sind vermeidbar! Um die Wald- und Wiesenbewohner und auch sich selbst vor einer im Ernstfall für alle Beteiligten lebensgefährlichen Kollision zu schützen, bedarf es einer vorausschauenden, risikobewussten Fahrweise:
- Im Bereich des Gefahrenzeichens "Achtung, Wildwechsel" gilt: Geschwindigkeit verringern, bremsbereit fahren
- Bei Wild in Sicht: Fuß weg vom Gas, abblenden, abgesetzt hupen
- Riskante Ausweichmanöver vermeiden
- Achtung: Bei Rudeltieren sind meist weitere Artgenossen im Gefolge!
Wenn es doch passiert ist: Richtig handeln!
1. Anhalten
2. Warnblinkanlage einschalten und - falls vorhanden - Warnweste anziehen
3. Unfallstelle mit Pannendreieck absichern
4. Bei Personenschaden: Erste Hilfe leisten, nötigenfalls Rettung rufen
5. Polizei/Gendarmerie verständigen
6. Das Wild von der Fahrbahn entfernen, auf keinen Fall mitnehmen 7. Unfallspuren am Wagen nicht beseitigen - wer den Unfall verschweigt, begeht Fahrerflucht und muss mit einer Geldstrafe rechnen
Wann zahlt die Versicherung?
Nur eine Voll- oder Teilkaskoversicherung bietet entsprechende Leistung bei Wildunfällen. Voraussetzung für den Ersatz des Schadens ist, dass eine behördliche Schadensaufnahme erfolgte und der Schadensfall ohne unnötigen Aufschub der Versicherung gemeldet wurde. (apa)
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