Mehr Touristen aus neuen EU-Ländern: Österreich ist bei Ungarn besonders beliebt
- Reisefreudigkeit soll in nächsten Jahren weiter steigen
- Auf welche Urlaubsziele die Neo-EU-Bürger abfahren

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Immer mehr Touristen aus Mittel- und Osteuropa kommen nach Österreich. Im vergangenen Jahr 2003 stammten bereits 4,8 Prozent aller Ausländer-Nächtigungen und 5,9 Prozent der Ausländer-Ankünfte aus diesem Raum.
Die Region CEE ist damit hinter Deutschland (61,2 Prozent der Nächtigungen) und den Niederlanden (9,9 Prozent) der drittgrößte Quellmarkt für Touristen nach Österreich. Auch für die kommenden Jahre ist starke Dynamik zu erwarten.
Drei mal so viele Gäste
Aus den neuen EU-Ländern Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei kamen 2003 knapp 3 Millionen Gäste nach Österreich, fast drei Mal so viele wie die 1,2 Millionen zehn Jahre davor.
Reisefreudige Ungarn
Die meisten Österreich-Urlauber aus dieser Gruppe stammen mit 1,009.437 (1993: 649.077) aus Ungarn, dahinter folgen 922.325 (195.326) Tschechen, 830.366 (287.345) Polen und mit Abstand 184.576 (45.049) Gäste aus der Slowakei. Gäste aus dem Nicht-EU-Land Russland bringen es immerhin noch auf einen Marktanteil von 0,7 Prozent. Auch In den ersten sechs Monaten 2004 gibt es kräftige Steigerungsraten: Die Zahl der Nächtigungen von Ungarn in Österreich stieg um knapp 15 Prozent, es kamen um 13 Prozent mehr Slowaken und um 11 Prozent mehr Tschechen nach Österreich.
Touristisches Potenzial
Durchschnittlich ein Viertel der Bürger Ungarns, Tschechiens, Polens und der Slowakei haben in den vergangenen drei Jahren Auslandsreisen unternommen, weitere 10 Prozent planen dies in den kommenden drei Jahren. "Vor allem die Tschechen zeigen deutliche Züge von Intensivreisenden", interpretiert Fessel-GfK-Chef Rudolf Bretschneider die Ergebnisse: Demnach haben 41 Prozent der Tschechen kürzlich Auslandsreisen unternommen, mehr als die Hälfte davon zwei oder drei Mal.
Beliebteste Urlaubsziele in Österreich
Beliebteste Urlaubsziele in Österreich sind außer der Hauptstadt Wien die Bundesländer Tirol und Salzburg, speziell in Tschechien und der Slowakei erfreuen sich auch Ober- und Niederösterreich reger Beliebtheit. Für einige Bundesländer gebe es hier "noch einiges zu tun", etwa für Kärnten, das allerdings auch geografisch relativ weit entfernt liegt. (apa)
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