Dienstag, 7. September 2004

Sechs Mega-Sportevents locken massen-weise Touristen und Unmengen an Geld

  • Vor EURO 2008 warten Schwimm- und Eishockey-EM
  • Trägt Wien bald Olympische Sommerspiele aus?

In den kommenden Jahren avanciert Österreich zum "Land der Großveranstaltungen". Wie man Riesen-Events der Kategorie Fußball-EM 2008 oder Eishockey-WM 2005 intensiv und nachhaltig nützen kann, damit beschäftigt sich die Österreichische Sporthilfe. Referent Christian Helmenstein kündigte anhand von wissenschaftlichen Studien allein punkto EURO 2008 130 Millionen Euro Wertschöpfung in der Infrastruktur-Branche an.

Außerdem ist mit einer Million zusätzlicher Nächtigungen für den rot-weiß-roten Tourismus und 10.000 neue Vollzeit-Arbeitsplätze zu rechnen.

Auftakt macht Schwimm-EM
Los geht der Reigen der sechs Großveranstaltungen auf heimischem Boden mit der Schwimm-Kurzbahn-EM 2004 (9. bis 12. Dezember) in Wien, es folgen die Studenten-Universiade 2005 (12. bis 22. Jänner) in Innsbruck, die Eishockey-WM 2005 (30. April bis 15. Mai) in Wien und Innsbruck, die ISAF-Segel-WM 2006 (10. bis 20. Mai) am Neusiedlersee, die Rad-WM 2006 (19. bis 24. September) in Salzburg sowie als krönender Abschluss die Fußball-EM 2008 (7. bis 29. Juni). "Kaum ein Wirtschaftszweig ist so unterschätzt wie der Sport. Dabei ist der Sport - richtig dosiert - echtes Doping für die Politik", so Helmenstein, der große Gewinne für die Branchen Tourismus und Infrastruktur prognostiziert.

Österreich bekommt besseres Image
Gefordert seien Nachnutzungskonzepte, eine Qualitätsoffensive im Tourismus und ein umfassendes Infrastrukturprogramm. Im Gegenzug kommt es - abgesehen von den finanziellen Erfolgen - auch zur Stärkung der regionalen Identität, zu einer Imageverbesserung (auch bei Bewerbungen wie Salzburg 2010) oder zum Ankurbeln der Nachwuchsarbeit.

Olympische Sommerspiele in Wien?
Selbst eine Wiener Bewerbung für Olympische Sommerspiele wurde beim zweiten SBC-Treffen debattiert. Helmenstein brachte die Idee einer gemeinsamen Bewerbung der "Twin-Cities" Wien und Preßburg hervor und betonte, dass dadurch u.a. die größtenteils katastrophalen Verkehrsprobleme in Ost-Österreich gelöst werden könnten.

Zuhörer: Rogan und Heill
Der im Juni von der Sporthilfe ins Leben gerufene SBC, ein Mix aus Politik, Wirtschaft und Sport, hält mittlerweile bei 107 Mitgliedern. Interessierte Zuhörer waren am Montag in Wien auch die beiden österreichischen Olympia-Medaillen-Gewinner Markus Rogan und Claudia Heill. (apa)

7.9.2004 14:00