Ein Genuss der besonderen Art: Franzö-sischer Käse gilt zurecht als Delikatesse
- Frankreichs Käse-Spezialitäten im großen Überblick
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Ein kulinarischer Streifzug durch Frankreich & Belgien
Frankreich ist berühmt für seine unzähligen Käsesorten. Den Ruf als "Käsenation" hat sich Frakreich durch seine Rohmilchsorten erworben. Camembert und Brie gelten dabei wohl als bekannteste Vertreter. Je nach Herkunft und Zubereitung lassen sich dabei jedoch wesentliche Unterschiede feststellen. Wahre Schätze der französischen Käsekultur gelten daher als Delikatesse, welche bereits vor hunderten von Jahren bei Geistlichen beliebt waren.
So bekannte französische Käsesorten wie Port Salut, Maroilles und Saint-Nectaire sind eigentlich die Namen von Klöstern, die damals berühmt für die Herstellung der entsprechenden Käsesorten waren. Im Jahre 1550 zählte man bereits mehr als 50 Käsesorten. Neben dem Klima und der landschaftichen Vielfalt Frankreichs sind das Mittelalter und seine gesellschaftlichen Wirren, die nur geringen Erfahrungsaustausch ermöglichten, weitere wichtige Gründe dafür, dass sich in Frankreich so viele Käsesorten entwickeln konnten.
Französische Rohmilch-Käse-Spezialitäten
Bei der Herstellung von Rohmilchkäsen wird die Milch naturbelassen verarbeitet, das heißt, sie wird nicht pasteurisiert, sondern gar nicht oder nur auf maximal 40° C erhitzt. So behält der Käse seinen unvergleichlichen und individuellen Geschmack.
Diese Schätze der französischen Käsekultur wie Brie de Meaux, Camembert de Normandie oder Roquefort wird man als Kunde daher nur in gut geführten Käsetheken finden.
Brie de Meaux
Der Brie de Meaux gilt als der ''König der Käse''. Diesen Titel erhielt er zumindest anlässlich des Wiener Kongresses im Jahr 1814. Im Gegensatz zum ''normalen'' Brie, dessen Herkunft nicht geschützt ist, darf der AOC-Käse Brie de Meaux nur aus einem festgelegten Gebiet in der Ile-de-France bei Paris kommen. Der große runde Weichkäse hat eine samtige weiße Edelpilzrinde, die sich mit zunehmender Reife rötlich färbt. Sein feines Nussaroma entfaltet der Brie de Meaux sehr gut mit einem Rotwein aus der Bourgogne oder Bordeaux.
Camembert de Normandie
Für viele ist der Camembert de Normandie der Inbegriff für französischen Käse. Schon bevor er 1983 das AOC-Siegel erhielt, war er der meistkopierte Käse der Welt. Das Original erkennet man am Zusatz ''de Normandie'' im Namen. Es zeichnet ihn als AOC-Käse aus, der nur in der Normandie nach einer genau definierten traditionellen Methode hergestellt werden darf. Napoléon III war einer der glühendsten Verehrer des Camembert und ließ ihn bei Hofe servieren. 1880 hatte der Ingenieur Ridel die Idee, den Camembert in einer Schachtel aus dünnem Holz zu verpacken. Dadurch konnte er auf Reisen geschickt und sogar exportiert werden.
Roquefort
''König der Käse'' nennen die Franzosen diesen Schafkäse mit seinen charakteristischen grünen Edelpilzadern, der im Süden Frankreichs seine Heimat hat. Einen dem Roquefort ähnlichen Käse soll es bereits zu Zeiten der Römer gegeben haben. 1411 gewährte Karl VI. den Einwohnern von Roquefort das Monopol, diesen Käse in ihren Höhlen reifen zu lassen. Und auch heute noch darf der Roquefort nur in den natürlichen Felsenkellern des Mont Combalou in der Gemeinde Roquefort-sur-Sulzon gereift werden. Um sein pikantes Aroma voll zur Geltung zu bringen, sollte man den Roquefort mit Weißbrot genießen. Dazu passt ein Gläschen Süßwein oder ein Likörwein.(red)
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