Montag, 6. September 2004

Sinn für Schönes ist uns angeboren: Säuglinge bevorzugen schöne Gesichter

  • Durchschnittliche Gesichter gelten laut Studie als schön
  • Auch der Musikgeschmack soll bereits angeboren sein

Was wir als schön empfinden, ist anscheinend bereits seit Geburt bestimmt. Ergebnisse einer britischen Studie beweisen nun, dass schon Säuglinge einen Sinn für Schönes haben. Im Test wurden dabei vor allem durchschnittliche Gesichter als hübsch bewertet. Auch einen angeborenen Musikgeschmack wollen die Forscher entdeckt haben.

Babys haben von Geburt an einen Sinn für Schönheit. Dies hat der britische Psychologe Alan Slater von der Universität Exeter nach einem Bericht der Tageszeitung "The Guardian" herausgefunden. Slater hatte in einem Versuch 100 Säuglingen jeweils zwei Fotos gezeigt - eines mit einem attraktiven und eines mit einem weniger hübschen Gesicht. Die Neugeborenen zeigten dabei eine deutliche Präferenz für die hübschen Bilder. Sie schauten laut Slater 80 Prozent der Zeit auf das jeweils attraktivere der beiden Gesichter.

Schöner Durchschnitt plus Musikgeschmack
Seine Fotomontagen folgten der mittlerweile unter Forschern weit verbreiteten Auffassung, dass Gesichter, die in Form und Größe dem Durchschnitt entsprechen, als attraktiv empfunden werden. Der Psychologe hatte den Säuglingen außerdem ein Musikstück von Vivaldi vorgespielt - einmal vor- und einmal rückwärts. "Wenn man Vivaldi rückwärts abspielt, dann mögen sie es nicht so gerne", sagte er. Dies lasse den Schluss zu, dass Menschen auch ein angeborenen Musikgeschmack hätten.(pte)

6.9.2004 17:09