Dem E-Mail-System droht der Kollaps: Spam, Phishing und Viren untergraben es
- Technik hat sich in den letzten 20 Jahren kaum geändert
- Absender-Authentifizierung könnte Lösung darstellen
·Viel unterschätzte Gefahr Spyware
Fast auf jedem PC gibt's Spionage-Programme
·Neue Waffen im Kampf gegen Spam
Absender-Erkennung macht weiter Fortschritte
·Ursprung: Spam-Mail born in the USA
TABELLE: Die 12 größten Spam-Ursprungsländer
Das hohe Aufkommen von Spam, Phishing und Viren droht, das bisherige E-Mail-System unbrauchbar zu machen. Abhilfe sollen neue technische Systeme schaffen, die aufgrund ihrer Komplexität aber umstritten sind, so das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe.
Mehr als die Hälfte aller durchs Internet verschickten Nachrichten ist Müll, vieles davon sogar illegal. Das Vertrauen in das Kommunikationsmittel E-Mail geht verloren. Die Technik hat sich in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert. Ihr fehlen Kontrollmechanismen, um Fälschungen zu verhindern. In der Folge können die Absender von Spam oder virenverseuchten E-Mails schwer ausfindig gemacht werden.
Um diesem Problem zu begegnen, sind verschiedene Lösungen auf Providerseite im Gespräch. Die Grundidee ist, eine Absenderadresse zu authentifizieren. Der Provider des Empfängers soll nachprüfen können, ob der angegebene Absender mit dem tatsächlichen übereinstimmt. Welcher technische Ansatz sich letztendlich durchsetzt, ist offen.
Um den E-Mail-Verkehr bereits jetzt sinnvoller zu gestalten, bieten sich Signaturen wie bei einer elektronischen Unterschrift an, die bereits seit Jahren existieren. Zumindest geschäftlicher Mail-Verkehr könnte wieder an Vertrauen gewinnen, wenn Banken und Firmen wie Amazon oder eBay die E-Mails an ihre Kunden signierten. Um die Vorteile zu nutzen, brauchen Absender und Empfänger allerdings spezielle Software. (red)
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