Bares von Staat und Bank: FORMAT gibt Tipps wie man günstig zu Geld kommt!
- PLUS: So kommt man an staatliche Fördermilliarden und Prämien & wo es die billigsten Kredite gibt
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FORMAT: 300 Millionen Förder-Euros warten
Jährlich zahlen die Österreicher rund 55 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben in die Finanzamtskasse von Minister Karl-Heinz Grasser. Die Sparpolitik der schwarz-blauen Regierung führte zu einer Abgabenlast, die Rekordniveau erreicht hat. Umso wichtiger ist es, alle Prämien und Förderungen auszunutzen, die der Staat vergibt. FORMAT zeigt, wo Sie es sich holen können. Und wenn das Geld vom Staat allein nicht ausreicht, es gibt auch günstige Kredite.
Bevor man auf die Bank geht, sollte man sicherstellen, dass man keine staatlichen Mittel verschenkt. Karl Bruckner, Steuerexperte der Beratungsfirma BDO Auxilia: "Pro Jahr verzichten die Österreicher auf etwa 1,5 Milliarden Euro, indem sie ihnen zustehendes Cash nicht vom Staat holen." Allein beim Jahresausgleich lassen sich die Steuerzahler 200 Millionen Euro durch die Lappen gehen, indem sie nicht alle Sonderausgaben und Werbungskosten geltend machen. So gibt es zum Beispiel heuer letztmals eine Sonderausgabe für die private Einrichtung eines neuen Breitband-Internetanschlusses. Für die Installation können bis zu 50 Euro abgesetzt werden, für die laufenden Gebühren bis 40 Euro im Monat.
Interessant ist auch die zehnprozentige Prämie für zusätzliche Investitionen. Diese können auch Arbeitnehmer mit selbständigem Nebenjob kassieren. So wird ein heuer um 1.000 Euro gekaufter Laptop vom Finanzminister außertourlich mit 100 Euro belohnt.
Die Förderungsmöglichkeiten von Unternehmen ist allerdings unübersichtlich und oft langwierig. Von Jungunternehmerförderung bis zur Investitionsförderung und Technologieforschung gibt es zahlreiche Förderprogramme, die von Bundesland zu Bundesland verschieden gestaltet sind. Doch die Strapazen zahlen sich aus, allein in den Forschungstöpfen liegen 300 Millionen Euro.
Mit staatlichem Zuschuss bauen
Noch besser gefüllt sind die verschiedenen Programme zur Ankurbelung der Bautätigkeit - von der Wohnbauförderung bis zur Bausparprämie. Dank dieser ist das Bausparen die liebste Sparform der Österreicher. 5,14 Millionen haben Bausparverträge und damit ein Vermögen von 16,9 Milliarden Euro angehäuft. Der Staat schießt - wenn 1.000 Euro angespart werden - jährlich 35 Euro pro Jahr zu. Nebeneffekt: Wer dann tatsächlich baut, bekommt günstige Darlehen mit einer Zinsobergrenze von maximal sechs Prozent. Was sich spätestens dann bezahlt machen wird, wenn das allgemeine Zinsniveau in Zukunft kräftig ansteigen sollte.
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