FORMAT: GPA erwägt Klage gegen Ernst & Young
- GPA-Sallmutter: "Behauptungen sind schlichtweg falsch"
Nachdem die Fusion von Metallergewerkschaft (GMT)und Druckergewerkschaft sowie Gewerkschaft Agrar-Nahrung-Genuß und Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) gescheitert ist, erwägt die mitgliederstärkste Teilgewerkschaft GPA laut FORMAT eine Klage gegen die Wirtschaftsprüfungskanzlei Ernst & Young.
Die Vorgeschichte: Ernst & Young wurde im Rahmen der Fusionsvorbereitungen von GMT-Chef Rudolf Nürnberger mit der Sonderprüfung der GPA-Privatstiftung und ihrer einzelnen Gesellschaften betraut. Die Prüfer stellten den GPA-Geschäften in ihrem Abschlußbericht vom 11. August ("Due Dilligence GPA-Privatstiftung") ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Der Sonderprüfbericht war die Grundlage dafür, daß die Gewerkschaftsfusion letztlich abgeblasen wurde.
"Die Behauptungen in der Risikoanalyse von Ernst & Young sind nicht nachvollziehbar bzw. schlichtweg falsch", stellt GPA-Boss Hans Sallmutter in einem FORMAT exklusiv vorliegenden Schreiben an ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch fest: "Es ist befremdlich und unseriös, daß es Ernst & Young nicht für Wert befunden hat, mit den verantwortlichen GPA-Repräsentanten zu sprechen." Nachsatz: "Im GPA-Präsidium wurde daher mehrfach verlangt, rechtliche Schritte gegen die Firma Ernst & Young zu unternehmen." Ein entsprechender Beschluß soll in der nächsten GPA-Vorstandssitzung am kommenden Dienstag beschlossen werden.
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