"Können auch gewinnen": Aserbaidschan-Teamchef rechnet sich in Wien einiges aus
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Ganz und gar nicht als Außenseiter sieht Aserbaidschans Teamchef Carlos Alberto Torres seine Fußball-Mannschaft vor dem WM-Qualifikationsspiel heute (20:30 Uhr/live auf networld.at) im Wiener Happel-Stadion gegen Österreich. "Wir haben uns gut vorbereitet und können auch gewinnen", erklärte der Brasilianer, nachdem er seinen Schützlingen im Mannschafts-Hotel Böck in Brunn am Gebirge am Dienstag Ausschnitte von den ÖFB-Partien gegen Deutschland und England vorgeführt hatte.
Nicht nur Aserbaidschan und Österreich, sondern generell im internationalen Fußball befinden sich die Landesauswahlen laut Carlos Alberto auf "ungefähr gleichem Level. Das gilt auch in unserer WM-Quali-Gruppe. Da ist zwar England leichter Favorit, aber vor allem wegen der Tradition und weniger wegen der Qualität", vermutet der Coach, der die "Selecao" 1970 als Kapitän zum WM-Titel führte.
Nach Angaben des Brasilianers sind die Befürchtungen des österreichischen Teamchefs Hans Krankl, die ÖFB-Truppe werde gegen eine Menschenmauer anrennen, grundlos. "Die brasilianische Mentalität ist, offensiv zu spielen, und so wollen wir auch gegen Österreich auftreten", kündigte der Teamchef an und zeigte sich nach dem 1:1-Heimremis zum Auftakt am Samstag gegen Wales auch für die weitere WM-Kampagne optimistisch. "Wer sagt, dass wir uns nicht qualifizieren können?"
Das Ticket für Deutschland 2006 traut Carlos Alberto freilich auch Österreich zu. "Ein starkes Kollektiv ohne besonders herausragende Einzelspieler", charakterisierte der Brasilianer die Krankl-Truppe, von der er hofft, dass sie seine Schützlinge unterschätzt.
Carlos Alberto befindet sich zum ersten Mal in Österreich. Mit dem Fußball in der Alpenrepublik machte der 75-fache brasilianische Internationale nach eigenen Angaben nur ein Mal Bekanntschaft, und zwar beim 1:0-Heimsieg des Rekordweltmeisters am 29. April 1970 in Rio de Janeiro. Krankl feierte übrigens sein Team-Debüt am 13. Juni 1973 beim 1:1 in Wien gegen Brasilien, allerdings ohne Carlos Alberto. (apa/red)
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