Vor 50. Länderspiel-Einsatz: "Jubilare" Kühbauer und Schopp auf Sieg eingestellt
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Didi Kühbauer und Markus Schopp kommen heute (20:30 Uhr) in der Fußball-WM-Qualifikation im Wiener Happel-Stadion gegen Aserbaidschan zu ihrem 50. Länderspiel-Einsatz, und beide haben sich aus diesem Anlass einen Sieg zum Ziel gesetzt. "Wir sind Favoriten und ich hoffe, dass wir dieser Rolle gerecht werden", erklärte Kühbauer, der ebenso wie Schopp der Kicker mit den meisten Team-Einsätzen im aktuellen ÖFB-Kader ist.
Der positive Trend aus der England-Partie soll sich gegen die ehemalige sowjetische Teilrepublik weiter verstärken. "Mit dem 2:2 haben wir ordentlich Selbstvertrauen getankt. Wenn jeder wieder seine Aufgaben zu 100 Prozent erfüllt, müsste ein Sieg möglich sein, und das wären drei sehr wichtige Punkte", sagte der Mattersburg-Kapitän.
Kühbauer spielt auch gerne gegen "No Names"
In punkto Motivation spielt es für Kühbauer keine Rolle, ob er gegen englische Superstars oder aserbaidschanische "No Names" antritt. "Mir ist es völlig egal, ob ich gegen Beckham, Lampard oder einen Kicker aus Aserbaidschan spiele", sagte der Mittelfeldspieler und nahm seine Kollegen in die Pflicht. "Wir müssen einfach unser Geschäft genauso verrichten wie gegen England."
Kühbauers Länderspiel-Karriere begann am 19. Mai 1992 beim 2:4 im Testmatch in Salzburg gegen Polen unter Teamchef Ernst Happel. Von September 2001 bis August dieses Jahres wurde der Burgenländer nicht mehr berücksichtigt, doch nach seinem Comeback gegen Deutschland und der guten Leistung gegen England ist der 33-Jährige schon nach zwei Partien nicht mehr vom Team wegzudenken.
Ausverkauftes Stadion ist etwas "Wunderbares"
An besondere Highlights im ÖFB-Dress verschwendet Kühbauer nicht allzu viel Gedanken. "Ich bin kein Mensch, der in der Vergangenheit schwelgt", meinte der Mattersburger. Unvergesslich seien aber unter anderem sein Debüt sowie die WM-Teilnahme 1998. "Aber es ist schon etwas Wunderbares, wenn man so wie gegen England in einem ausverkauften Stadion spielt. Da ist man noch motivierter als man im Nationalteam eh schon ist", erklärte der Mittelfeld-Motor.
So wie für Kühbauer setzte es auch für Schopp ("Ob es das 50. Länderspiel ist oder nicht, ist mir egal. Ich hoffe aber, dass noch einige dazu kommen") bei seiner Team-Premiere eine Niederlage. Der Steirer wurde am 16. August 1995 beim 2:3 in der EM-Quali in Lettland in der 46. Minute eingewechselt. Diese Schlappe ist für den Mittelfeldspieler freilich Schnee von gestern, gegen Aserbaidschan hat der Blondschopf drei Punkte im Visier. "Wenn wir zur WM fahren wollen, dürfen wir uns in den Heimspielen keinen Ausrutscher erlauben", mahnte der Brescia-Legionär.
Schopp: "Es gibt keine leichten Gegner mehr"
Schopp warnte davor, sich auf den Lorbeeren des England-Spieles auszuruhen. "Das war sicher ein wichtiger Schritt, aber wichtiger ist es, am Mittwoch zu gewinnen." Unterschätzen dürfe man Aserbaidschan auf keinen Fall. "Ich bin lang genug dabei um zu wissen, dass es keine leichten Gegner mehr gibt. Uns erwartet 90 Minuten lang beinharte Arbeit", prophezeite der 30-Jährige.
Schopp war gegen England auf Grund einer Sperre nicht mit von der Partie. "Es ist immer schwierig, zuzuschauen, aber in so einem Spiel bei so einer Atmosphäre war es noch schwieriger, da wäre ich gern dabei gewesen", so der Steirer, der nun für Sick auf seiner angestammten Position auf der rechten Mittelfeldseite wieder in die Mannschaft kommt. Die mangelnde Spielpraxis (die italienische Meisterschaft hat noch nicht begonnen) hält Schopp nicht für problematisch. "Alex Manninger ist der beste Beweis dafür, dass auch Testspiele eine gute Vorbereitung sind", behauptete er. (apa/red)
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