Austria stürzt GAK von der Tabellenspitze: 1:0-Sieg durch Rushfeldt-Tor in Graz
- Grazer fallen auf den dritten Platz hinter Veilchen zurück
- Meister lässt zahlreiche Ausgleichschancen aus
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Seit September: Samstag 18 Uhr, Sonntag 15:30 Uhr
Vizemeister Austria Wien hat am Sonntag im Schlager der 8. Runde der T-Mobile-Bundesliga seinen Erfolgslauf prolongiert. Die Wiener setzten sich auswärts gegen Meister GAK etwas glücklich 1:0 (0:0) durch, den Siegestreffer erzielte der Norweger Rushfeldt (75.). Die Grazer, die in der Schlussphase vehement auf den Ausgleich drückten, rutschten durch die erste Bundesliga-Heimniederlage seit knapp einem Jahr (17. September 2003; 1:3 gegen die Austria) auf Platz drei hinter Rapid und die Austria zurück.
Die Grazer waren bei der UEFA-Cup-Generalprobe beider Teams über weite Strecken spielerisch überlegen, die Austria präsentierte sich jedoch eiskalt und setzte ihren eindrucksvollen Run fort. Vor den Augen von Stronach-Berater Otto Baric feierten die Veilchen den vierten Sieg in Folge (9:0 gegen Bregenz, 3:0 gegen Mariupol, 2:0 gegen Salzburg, 1:0 GAK) - die eindrucksvolle Torbilanz aus diesen 360 Minuten lautet 15:0. Am Donnerstag bestreiten der GAK und die Austria ihre Heimspiele in der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde, die Steirer empfangen Litex Lowetsch aus Bulgarien, die Wiener Legia Warschau aus Polen.
Im vierten direkten Duell in den vergangenen viereinhalb Monaten (u.a. Cupfinale und Supercupfinale) herrschte deutlich sichtbar die Vorsicht vor. Die Grazer überließen den Wienern in den ersten 15 Minuten die Kontrolle über die Partie, ehe sie selbst einen Gang zulegten. Die kampfkräftigeren "Rotjacken" setzten immer wieder auf hohe Bälle in den Austria-Strafraum, wo die kopfballstarken Akteure Tokic, Aufhauser und Ehmann lauerten, jedoch keine nennenswerten Möglichkeiten vorfanden.
Austria zu Beginn mit besseren Chancen
Der Austria-Torexpress war nach dem Trefferreigen in den vergangenen Partien durch die zweiwöchige Länderspielpause doch erheblich ins Stocken geraten, dennoch fand man trotz leichter spielerischer Nachteile zunächst die besseren Chancen vor. In der 34. Minute schlug Goalgetter Rushfeldt nach Kiesenebner-Flanke und Vastic-Verlängerung völlig freistehend am Fünfer ein Luftloch, kurz vor der Pause verpasste Vachousek vom 16er das Tor nur knapp (44.).
Die beiden Liga-Hochkaräter, in den Kaderlisten der Kontrahenten stehen insgesamt 20 aktuelle Teamspieler, neutralisierten sich auch nach Seitenwechsel. Vor den Augen der Spione der UEFA-Cup-Kontrahenten Litex Lowetsch und Legia Warschau ließen sich die Meisterschaftsfavoriten nicht aus der Reserve locken, Stärken konnte am ehesten noch der bulgarische Abgesandte notieren. Denn der GAK drückte auf die vorentscheidende Führung, während die Austria angesichts des drohenden Sechs-Punkte-Rückstandes auf die Grazer mehr und mehr auf Nummer Sicher ging.
GAK setzt nach
Muratovic nach einem Solo (50.) und Bazina (61.) vergaben für den GAK, ehe die Austria wie aus dem Nichts nach Dheedene-Flanke durch einen Kopfball von Ex-GAK-Mann Sionko die Latte traf (64.). Als die Partie bereits Richtung Nullnummer plätscherte, schlugen die Gäste dank ihres eingewechselten Neuzuganges Dosunmu eiskalt zu. Der Nigerianer setzte sich gegen Ehmann durch, spielte den Querpass ideal auf Rushfeldt und der Norweger netzte aus kurzer Distanz zu seinem neunten Saisontreffer ein (75.).
Plötzlich erwachte die Partie zu neuem Leben. Austrias Neuer Dosunmu, der ein gelungenes Debüt ablieferte, wirbelte weiterhin durch die GAK-Defensive, während die Grazer bei einem Kopfball von Kollmann (79.), einem Plassnegger-Schuss aus spitzem Winkel (80.), bei dem Dospel und Didulica gemeinsam retteten, und einem Bazina-Schuss (84.), der knapp am Kreuzeck vorbei ging, Pech hatten. Die hundertprozentige Chance auf den Ausgleich vergab Teamstürmer Kollmann nach Bazina-Querpass in der 88. Minute.
(apa/red)
