Hicke nach 2:1 vs Admira & Tabellenspitze: "Eine unserer besten Leistungen"
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Seit September: Samstag 18 Uhr, Sonntag 15:30 Uhr
Rekordmeister Rapid Wien hat sich mit einem 2:1-(2:0)-Heimsieg über Admira zumindest bis Sonntagnachmittag an die Spitze der T-Mobile Fußball-Bundesliga gesetzt. Kapitän Steffen Hofmann, der in 21. Minute einen Freistoß verwertete, und Ferdinand Feldhofer (30.) hatten die Hütteldorfer, die in dieser eklatant überlegen geführten Partie auch ein halbes Dutzend Treffer hätten schießen können, vor der Pause verdient in Führung gebracht. Den Gästen aus Niederösterreich, die erst sehr spät "aufwachten", gelang durch Tomas Oravec (73.) nur noch der Anschlusstreffer.
Mit dem 2:1 beendeten die Hütteldorfer ihre Negativserie gegen die Südstädter, die zuletzt drei Mal in Folge gegen den Rekord-Champion gewonnen hatten. Diesmal hatten die Admiraner gegen die Hausherren 70 Minuten absolut nichts zu bestellen, erst dann wurde ihr erster nennenswerter Angriff registriert und der gleich darauf folgende zweite führte durch Oravec (73.) gleich zum Anschlusstor.
Rapid dominierte auch ohne die für das erste UEFA-Cup-Match gegen Sporting Lissabon geschonten Teamspieler Martin Hiden und Ivanschitz (kam nach 65 Minuten für Hofmann) sowie den verletzten Lawaree von der ersten Minute an das Geschehen klar und es war nur eine Frage der Zeit, wann Tore fallen würden. Hofmann, der in der neunten Minute bei seinem ersten Freistoß aus guter Distanz noch an der Mauer gescheitert war, zirkelte den Ball bei seinem zweiten in der 21. Minute über die Abwehr hinweg in die linke Kreuzecke, Szamotulski vermochte den Ball nur noch leicht zu berühren. Es war der erste Saison-Bundesligatreffer des Deutschen.
Sein erstes Bundesligator nach zwei Jahren glückte dann Feldhofer in der 30. Minute. Nach einem Corner von Martinez brachten die Admiraner den Ball nicht aus der Gefahrenzone und der Verteidiger schoss nach einer Kopfballvorlage von Kincl das 2:0. Weitere Möglichkeiten blieben teils durch Pech (Hofmann traf die Stange/28., Martinez die Latte/41.), durch die starke Leistung von Admira-Tormann Szamotulski (der Pole blieb u.a. gegen Dosek/27./84., Katzer/62. und Martinez/79.) siegreich und auch durch schlechten Abschluss (Kincl, Martinez, Hlinka) ungenützt.
Beim ersten nennenswerten Angriff der Admiraner in der 71. Minute blieb Macho (er wurde Maier/Bank und Payer/Tribüne) vorgezogen, gegen Dorner noch erfolgreich, beim zweiten in der 73. Minute war er jedoch chancenlos. Oravec schoss nach Vorarbeit von Zingler aus sieben Metern zu seinem vierten Saisontor ein.
Nach dem Erfolg seiner Mannschaft war Coach Hickersberger mit der Leistung seines Teams hochzufrieden, mit jener von Schiedsrichter Plautz weniger: "Das war heute eine unserer besten Saisonleistungen. Der Sieg war hochverdient, mit dem Resultat war ich weniger als mit der Leistung zufrieden. Admira hat mit einer einzigen Chance ein Tor erzielt. Dann ist es hektisch geworden mit vielen Fouls der Admiraner. Die Attacke von Matyus an Dosek war für mich rotwürdig. Wenn der Schiedsrichter aber der Meinung ist, es muss erst ein offener Schien- und Wadenbeinbruch her, dann muss ich das akzeptieren."
Bregenz - Mattersburg
Im "Keller-Duell" zwischen dem Tabellen-Letzten und Vorletzten der österreichischen T-Mobile-Fußball-Bundesliga setzte sich SW Bregenz am Samstagabend gegen SV Mattersburg durch ein Tor in der 93. Minute mit 2:1 (0:0) durch und feierte den ersten Saison-Sieg. In einem offenen Schlagabtausch vor 3.000 Zuschauern im Bregenzer Casino-Stadion wurde die Rekord-Negativserie der Burgenländer, die nun schon 16 Auswärtsniederlagen in Folge kassiert haben, prolongiert. Bregenz gab ein spielerisches und kämpferisches Lebenszeichen von sich und liegt nur noch zwei Punkte hinter den neuntplatzierten Mattersburgern sowie Sturm Graz.
Beide Mannschaften begannen das Spiel mit viel Offensivgeist und zeigten deutlich mehr Selbstvertrauen, als es der Tabellenstand vermuten ließ. Vor allem Bregenz agierte druckvoll und verzeichnete durch Pircher bereits in der zweiten Minute einen Latten-Kopfball. In der Folge beherrschte der Tabellen-Letzte die Partie und kam in der 27. Minute durch Ikanovic nach einer Flanke des groß aufspielenden Nzuzi zu einer hochkarätigen Chance.
Bei Mattersburg war es vor allem der Südafrikaner Pule, der aus dem Mittelfeld, vor allem von Kühbauer, immer wieder gut bedient wurde und für Torgefahr sorgte. Pule war es auch, der in der 24. Minute die beste Gelegenheit der Burgenländer auf das 1:0 ausließ, als er den Ball knapp am langen Kreuzeck vorbeizog. Gegen Ende der ersten Spielhälfte machte sich die Hitze im Ländle bei beiden Mannschaften bemerkbar und das Spiel verlangsamte zusehends, ehe Schiedsrichter Hofmann die Akteure in die Pause schickte.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung wieder schneller und nun fielen auch die überfälligen Tore. Zunächst war es Nzuzi, der Bregenz nach einer Freistoß-Flanke von Schepens in der 53. Minute in Führung brachte, wobei Mattersburg-Stürmer Rene Wagner durch einen schweren Stellungsfehler im eigenen Strafraum Beihilfe leistete. Zuvor hatte Kausich den durchbrechenden Nzuzi niedergerissen. Nur eine Minute später glich Thomas Wagner mit seinem zweiten Saisontor nach schöner Vorarbeit von Pule für Mattersburg aus.
Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit vergab Thomas Wagner den Matchball für Mattersburg, als er den Ball über den aus dem Tor geeilten Bregenz-Schlussmann Tolja und das Tor hob. Diese vergebene Chance wurde von Jakomin in der 93. Minute bitter bestraft, der nach dem achten Eckball des überragenden Nzuzi und einem Fehler von Mattersburg-Goalie Hedl zum 2:1-Siegestreffer der Vorarlberger einköpfelte.
Wacker Tirol - Pasching
Mit einem tollen Finish hat Aufsteiger Wacker Tirol am Samstag in der achten Runde der T-Mobile-Bundesliga Pasching mit 2:1 (0:1) in die Knie gezwungen. Glieder hatte die technisch besseren Gäste bereits nach 37 Sekunden in Führung geschossen, Treffer im Finish durch H. Eder (79.) und Mair (92., Elfmeter) sicherten den aufopfernd kämpfenden Innsbruckern jedoch noch die tolle Heimserie. Die Tiroler halten nach vier Heimspielen im Tivoli neu bei drei Siegen und einem Remis.
Im ersten Bundesliga-Duell der Geschichte zwischen Wacker und Pasching kreuzten die Gäste aus Oberösterreich mit einer Phalanx aus Ex-Tirolern auf. Die beiden Innsbrucker Urgesteine Baur und Kirchler sowie Jezek und Glieder standen in der Paschinger Anfangsformation, Mayrleb nahm auf der Ersatzbank statt.
Die Wiedersehenfreude der 7.200 Fans im Tivoli - unter ihnen Triathlon-Olympiasiegerin Kate Allen sowie die Skispringer Andreas Goldberger und Andreas Widhölzl, das Trio nahm den Ehrenankick vor - dauerte jedoch lediglich 37 Sekunden. Paschings Goalgetter Glieder zog aus 20 Metern ab, Keeper Pavlovic wehrte den Ball nur kurz ab und der Ex-Schalke-Stürmer staubte zu seinem fünften Saisontreffer problemlos aus kurzer Distanz ab.
Der nächste Tiroler Rückschlag folgte in der siebenten Minute. Die ohnehin bereits ersatzgeschwächte Innsbrucker Defensivabteilung, in der die gesperrten Hörtnagl und Wazinger fehlten, musste den Ausfall des angeschlagenen Liberos Zelic hinnehmen, die vor einer Woche erlittene Oberschenkelblessur des Australiers wurde wieder akut. In der Folge bestätigte sich die Paschinger Führung, die Zellhofer-Truppe überstand die Ausgleichschance durch Mimm (5.) schadlos, war klar überlegen und fand gute Einschussmöglichkeiten durch den überragenden Jezek (26.) sowie Flögel (40.), Glieder (41.) und Baur (43.) vor.
Nach der Pause stemmte sich Wacker mit voller Kraft gegen die drohende erste Niederlage im vierten Heimspiel. Die routinierteren und technisch besseren Paschinger kontrollierten das Geschehen recht sicher, einzige Ausnahme war eine dicke Möglichkeit für Koejoe (54.), bei der Schicklgruber rettete. Die Tiroler Kampfbereitschaft wurde jedoch im Finish noch belohnt: nach Eckball von Mühlbauer drückte Eder mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:1 ein (79.).
Die Wende perfekt machte ein fragwürdiger Elfmeter in der Nachspielzeit, nach Attacke von Schicklgruber an Mair zeigte Schiedsrichter Sowa auf den Elferpunkt. Der Gefoulte trat selbst an und verwertete sicher ins linke Eck (92.) - der Tivoli und das Resultat standen Kopf.
Salzburg - Sturm
Einen nicht unverdienten 1:0 (0:0)-Sieg über Sturm Graz hat Salzburg gefeiert. In einer insgesamt eher matten Partie hatten die zu Hause noch ungeschlagenen Hausherren den dritten Heimsieg zwei Mann zu verdanken. Öbster, der in der 78. Minute mit einer sehenswerten Einzelaktion vor das Sturm-Tor flankte und dem Brasilianer Ricardo Villar, der dieses Zuspiel per Kopf zum Siegestor verwertete. Damit ist Salzburg vor dem Spiel GAK-Austria erfolgreichste Heimmannschaft (drei Siege, zwei Remis).
Nach zwei torlosen Remis im Frühjahr "drohte" auch diesmal lange ein 0:0. Salzburg begann zwar mit viel Elan und hatte auch schnell gute Chancen. Die Beste fand Winklhofer vor, seinen Schuss in der dritten Minute aus sechs Metern wehrte Radakovic aber mit dem Fuß ab. Gleich darauf wehrte der Sturm-Goalie einen Schoppitsch-Freistoß zur Ecke ab.
Im Großen und Ganzen war es dann das aber auch schon, denn die Partie verflachte zusehends. Sturm machte die Räume eng und suchte das Heil in Kontern, den Salzburgern gelang keine wirklich sinnvolle oder gefährliche Aktion. Diese Tonart prägte auch die zweite Hälfte. Beide Teams hatten fast nur Weitschuss-Versuche zu bieten, spielerische Höhepunkte fehlten.
Dann fiel fast aus dem Nichts doch noch ein Tor. Villar gelang per Kopf sein zweites Saisontor, die Sturm-Schlussoffensive brachte nichts mehr ein. Nach der vierten Niederlage in der Fremde ist Sturm nun nur noch zwei Punkte von Schlusslicht Bregenz entfernt.
(apa/red)
